Risikodebatte und Risikomanagement

Piktogramm: Waage mit Dollar auf der einen, Medizin und Pflanze auf der anderen Seite

Bei den Debatten über Zulassung oder Verbot einzelner gentechnisch veränderter Organismen (GVO) geht es im Wesentlichen um die Risiken für Umwelt und Gesundheit, die mit dem Anbau und dem Verzehr der Pflanzen verbunden sind. Untersuchungen zeigen regelmäßig, dass gentechnisch veränderte Futtermittel negative Auswirkungen auf die Tiergesundheit haben.

Das System, mit dem GVO untersucht werden, muss weiterentwickelt werden. Sogenannte Cocktaileffekte werden bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Unabhängige Untersuchungen der GVO können nur sichergestellt werden, wenn das Untersuchungsmaterial allen Wissenschaftler*innen zur Verfügung gestellt wird.

Beiträge zu diesem Thema

  • Biowaffen - ein Thema für Wissenschaft und Politik

    Interview mit
    6. März 2012

    WissenschaftlerInnen in den Niederlanden und den USA haben die Gefährlichkeit von Vogelgrippe-Viren im Labor verstärkt, so dass sie nun wie eine Tröpfcheninfektion weitergegeben werden können. Es folgte eine weltweite Debatte über das Missbrauchspotential biotechnologischer Forschung und die Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse.

  • Brief an Merkel zur Forschung an Influenza-Viren

    (München und Berlin, 2. März 2012) Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) in Berlin und Testbiotech (München) haben sich heute mit einem offenen Brief an Angela Merkel gewendet. Sie fordern die Bundeskanzlerin auf, sich für einen Stopp der Herstellung von neuen Varianten des Vogelgrippevirus (H5N1) und eine Beschränkung des Zugangs zu den Genom-Daten einzusetzen. Wissenschaftlern ist es gelungen, im Labor eine Variante des Virus herzustellen, die für Säugetiere extrem gefährlich ist.

  • (Un‐)Sicherheit, (Bio‐)Macht und (Cyber‐)Kämpfe: Kritische Theorieperspektiven auf Technologien als Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung

    Gemeinsame Frühjahrstagung der Sektion „Wissenschafts- und Technikforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, des Arbeitskreises „Politik, Wissenschaft und Technik“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft und der TU Hamburg-Harburg, Arbeitsgruppe Arbeit-Gender-Technik am 23./24. März 2012, TU Hamburg-Harburg.

  • „Synthetische Biologie‟ - künstliches Leben: Was kommt auf uns zu & was tun wir?

    Verbände veranstalten am Freitag, 21. Oktober 2011 (10 bis 16:30 Uhr) gemeinsam eine Tagung zur Synthetischen Biologie.
    Ort: Kulturinitiative im Anthroposophischen Zentrum Kassel e.V., Wilhelmshöher Allee 261, 34131 Kassel. Online-Straßenkarte

  • EU prüft SmartStax zu lasch

    22. August 2011

    Ende Juni veröffentlichte die Nichtregierungsorganisation Testbiotech Unterlagen der Industrie, die den Mais „SmartStax“ betreffen. Daraus geht nach Ansicht von Testbiotech hervor, dass die Risiken dieser gentechnisch veränderten Maislinie von der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA nicht ausreichend geprüft wurden.