Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Wenn die Verträge scheitern, leidet die Vielfalt

    Die Tür zu einem großen Schatz: Die „Svalbard Global Seed Vault“ in Spitzbergen verwahrt Samen der bedeutendsten Nutzpflanzenarten. Die genetische Vielfalt steht der Pflanzenzüchtung und biologischen Grundlagenforschung zur Verfügung
    Von
    19. Februar 2026

    Wie lässt sich der Zugang zu genetischen Ressourcen gerecht regeln, die für die Züchtung neuer Sorten in der Landwirtschaft dringend benötigt werden? Von den Verhandlungen zu einem internationalen Saatgutvertrag, die kürzlich an dieser Frage scheiterten, berichtet ein Vertreter der Zivilgesellschaft.

  • Die Ökozuchtplattform

    Drohnenaufnahme Versuchsfläche Lucia Holmer
    Von
    25. November 2025

    Um die ökologische Saatgutentwicklung zu fördern, schlägt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft neue Wege ein. Dazu stellt sie Anbauflächen und wissenschaftliche Begleitung zur Verfügung und setzt auf die Beteiligung aller Akteur*innen entlang der Wertschöpfungskette.

  • Food-Hype im Silicon Valley

    Porträt einer älteren Frau mit kurzen, welligen grauen Haaren. Sie lächelt leicht und blickt direkt in die Kamera. Ihr Gesicht ist warm ausgeleuchtet, im Hintergrund ist eine graue Betonwand zu sehen.
    Von
    25. November 2025

    Im Silicon Valley vereint sich die Suche nach dem großen Geld mit dem Willen, die Welt zu verbessern. So nehmen sich die Start-ups nun das Feld der Ernährung und Landwirtschaft vor. Die Soziologin Julie Guthman beobachtet diese Entwicklung seit Längerem. Im Interview spricht sie über Motivation, Marktmechanismen und wie es besser gehen könnte. 

  • Die Macht der Titanen

    Eine einzelne Hand in einem dunklen Anzugsärmel streckt sich nach unten und schwebt über einer dicht bewachsenen Ackerfläche. Die Pflanzen stehen im warmen, tiefen Sonnenlicht, im Hintergrund verschwimmen Feld und Baumreihe im Dunst des frühen Morgens oder späten Nachmittags.
    Von
    25. November 2025

    Seit den jüngsten Megafusionen in der Agrarindustrie haben sich die Märkte für Saatgut und andere landwirtschaftliche Betriebsmittel weiter konzentriert. Die Ökonomin Jennifer Clapp zeigt, wie sich das auf die Lebensmittelpreise weltweit auswirkt und welche Rolle die Gentechnik dabei spielt.

  • Aus Korn wird Kapital – wirtschaftliche und politische Interessen rund um Gentechnik

    GID-Ausgabe
    275
    vom
    November 2025

    Gentechnologien entstehen nicht im luftleeren Raum. Ihre Entwicklung und ihre Anwendung in der Landwirtschaft sind geprägt von Wirtschaftsinteressen und globalen Machtverhältnissen. Wie groß ist die Macht der Agrarkonzerne über das Saatgut? Drängt nun das Silicon Valley dazwischen? Welche Folgen hat der Anbau von Gentechnik-Pflanzen für Kleinbäuer*innen in Ländern des Globalen Südens? Und welche alternativen Ansätze gibt es?

    Titelblatt des GID Magazins Nr. 275 (November 2025). Auf dem Cover liegt ein Maiskolben mit goldenen, metallisch glänzenden Körnern auf einem dunkelgrünen, samtigen Stoff. Einige goldene Maiskörner sind daneben verstreut. Oben steht der Titel „GID MAGAZIN – Informationen und Kritik zu Fortpflanzungs- und Gentechnologie“. In roten Textfeldern: „Aus Korn wird Kapital – Wirtschaftliche und politische Interessen rund um Gentechnik“. Unten drei Teaser: „Die Illusion von Effizienz“, „Kein Fair Play“, „Gesetzliche