Risikodebatte und Risikomanagement

Piktogramm: Waage mit Dollar auf der einen, Medizin und Pflanze auf der anderen Seite

Bei den Debatten über Zulassung oder Verbot einzelner gentechnisch veränderter Organismen (GVO) geht es im Wesentlichen um die Risiken für Umwelt und Gesundheit, die mit dem Anbau und dem Verzehr der Pflanzen verbunden sind. Untersuchungen zeigen regelmäßig, dass gentechnisch veränderte Futtermittel negative Auswirkungen auf die Tiergesundheit haben.

Das System, mit dem GVO untersucht werden, muss weiterentwickelt werden. Sogenannte Cocktaileffekte werden bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Unabhängige Untersuchungen der GVO können nur sichergestellt werden, wenn das Untersuchungsmaterial allen Wissenschaftler*innen zur Verfügung gestellt wird.

Beiträge zu diesem Thema

  • Was ist drin, wenn „Biosicherheitsforschung” drauf steht?

    28. Oktober 2013

    In Gießen fanden von 2006 bis 2010 Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderter Gerste statt. Das Studium unzähliger Akten führt zu einem Bild, in dem für den ursprünglich kommunizierten Zweck der Biosicherheitsforschung nicht mehr viel Platz bleibt.

  • An der Leine der Gentechnik-Industrie

    Wesentliche Akteure des Risikoforschungs-Projektes GRACE sind bekanntermaßen eng mit der Gentech-Industrie verbunden. So ist es kein Wunder, dass sich zeitgleich Gentechnik-kritische Verbände für eine Bundestagspetition einsetzen, die unabhängige Risikoforschung stärken soll.

  • Gentechnik: Petition für unabhängige Risikoforschung

    (München und Berlin, 16. Mai 2013) Heute fällt der Startschuss für die Bundestagspetition „Behördenaufbau und -organisation, Stärkung der Unabhängigkeit der Forschungsinstitute“, die von einem breiten Bündnissen von Verbänden, Bauern- und Bürgerorganisationen getragen wird. Ziel der Petition ist es, die unabhängige Risikoforschung im Bereich Gen- und Biotechnologie zu stärken. „Trotz jahrelanger Kritik an Interessenkonflikten von Experten, die mit der Risikobewertung im Bereich Gentechnik befasst sind, ist die zuständige Ministerin Ilse Aigner untätig. Mit unserer Petition geben wir dem Bundestag die Chance, hier endlich klare Signale zu setzen“, sagt die Petentin Ruth Tippe von der Gen-ethischen Stiftung.

  • Ethikrat: „Biosicherheit – Freiheit und Verantwortung in der Wissenschaft‟

    ]Der Deutsche Ethikrat führte am 25. April 2013 eine Öffentliche Anhörung unter dem Titel „Biosicherheit – Freiheit und Verantwortung in der Wissenschaft‟ durch, zu der GeN-Mitarbeiter Christof Potthof als Sachverständiger eingeladen war.