Risikodebatte und Risikomanagement

Piktogramm: Waage mit Dollar auf der einen, Medizin und Pflanze auf der anderen Seite

Bei den Debatten über Zulassung oder Verbot einzelner gentechnisch veränderter Organismen (GVO) geht es im Wesentlichen um die Risiken für Umwelt und Gesundheit, die mit dem Anbau und dem Verzehr der Pflanzen verbunden sind. Untersuchungen zeigen regelmäßig, dass gentechnisch veränderte Futtermittel negative Auswirkungen auf die Tiergesundheit haben.

Das System, mit dem GVO untersucht werden, muss weiterentwickelt werden. Sogenannte Cocktaileffekte werden bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Unabhängige Untersuchungen der GVO können nur sichergestellt werden, wenn das Untersuchungsmaterial allen Wissenschaftler*innen zur Verfügung gestellt wird.

Beiträge zu diesem Thema

  • Forschung regulieren

    21. Dezember 2012

    Nachdem WissenschaftlerInnen in den USA und den Niederlanden 2011 in ihren Laboren äußerst gefährliche Grippeviren hergestellt hatten, wurde die Frage, inwieweit Forschung und die Veröffentlichung ihrer Ergebnisse reguliert werden können oder müssen, weltweit diskutiert. Auch der Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung widmete sich dem Thema: Am 7. November wurde ein Fachgespräch zum „Umgang mit sicherheitsrelevanten Forschungsergebnissen“ durchgeführt. GeN-Mitarbeiter Christof Potthof war als Sachverständiger geladen. Wir dokumentieren hier Auszüge aus seiner schriftlichen Stellungnahme.

  • Umgang mit sicherheitsrelevanten Forschungsergebnissen

    (Berlin, 7. November 2012) Anlässlich des heutigen öffentlichen Fachgespräches zum Thema „Umgang mit sicherheitsrelevanten Forschungsergebnissen‟ im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages veröffentlicht das Gen-ethische Netzwerk eine Stellungnahme. GeN-Mitarbeiter Christof Potthof ist zu dem Fachgespräch als Sachverständiger eingeladen.

  • Superviren – kein Thema für die Bundesregierung

    (München/ Berlin, 7. November 2012) Das Bundeskanzleramt hat eine vom Gen-ethischen Netzwerk (GeN) (Berlin) und Testbiotech (München) geforderte öffentliche Stellungnahme zur Forschung an gefährlichen Grippeviren abgelehnt. Die Organisationen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel im März aufgefordert, sich für einen Stopp der Herstellung von neuen Varianten des Vogelgrippevirus (H5N1) und eine Beschränkung des Zugangs zu den Genom-Daten einzusetzen. Der Brief wurde von 250 Personen unterschrieben. Das Kanzleramt verweigerte jedoch sowohl die Entgegennahme der Unterschriften als auch ein Gespräch zu diesem Thema. Aus diesem Grund werden die Organisationen das Schreiben heute im Rahmen eines Fachgespräches an den Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des deutschen Bundestages übergeben.

  • Regierung schlecht beraten

    Bei einer Prüfung der Mitglieder einer Gentechnik-Kommission des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) auf mögliche Interessenkonflikte wurde die Nichtregierungsorganisation Testbiotech fündig. Reihenweise stehen die Experten in Kontakt mit der Lebensmittelindustrie und ihren Verbänden.

  • Transparenz vs. Kontrolle

    7. Mai 2012

    Wenn WissenschaftlerInnen an gefährlichen Themen forschen - sollen ihre Ergebnisse in vollem Umfang publiziert werden? Aktuell läuft eine Art Ultimatum, das GrippeforscherInnen dem Rest der Welt gestellt haben. Testbiotech und das Gen-ethische Netzwerk haben mit einem Offenen Brief Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, in dieser Sache Stellung zu beziehen.