Genome Editing

Piktogramm: Erlenmeyerkolben mit Flüssigkeit und daraus hervorgehendem Molekül

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms – anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren – präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik neu zu definieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

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Beiträge zu diesem Thema

  • Rezension: Etikettenschwindel bei „liberaler Eugenik“

    Cover des Buchs "Keimbahneingriffe im Namen der Freiheit?" mit  weißem Schriftzug auf rotem Hintergrund.
    Von
    13. August 2026

    Keimbahneingriffe zur genetischen Veränderung von ungeborenen Menschen und deren Nachkommen werfen grundlegende ethische Fragen auf. Befürworter*innen beanspruchen eine liberale Perspektive: Sie argumentieren, dass dadurch die Chancengleichheit zukünftiger Generationen maximiert und die elterlichen Reproduktionsfreiheit gefördert werden könne.

  • Mit Sicherheit immer noch keine gute Idee

    Gegenüberstellung zweier Werkzeuge: auf der linken Seite ein alter rostiger Hammer gekreuzt mit einer Brechstange auf einem staubigen, beschädigten Holzschemel, auf der rechten Seite ein fabrikneuer Hammer, umgeben von präzise ausgerichteten Werkzeugen auf sauberem Untergrund.
    Von

    Die Debatte um Genome Editing am Menschen hat neuen Zündstoff bekommen: Gleich zwei neue wissenschaftliche Publikationen zum Einsatz von Base Editing bei menschlichen Embryonen bestärken Fürsprecher*innen von Keimbahneingriffen. Ihre Argumentation greift jedoch zu kurz.

  • Tierwohl mit der GenSchere?

    Gruppe von Rindern auf einer grasbewachsenen Fläche, einige mit Halsbändern
    Von
    19. Februar 2026

    Die industrielle Tierhaltung bedeutet für die Tiere vor allem Leid. Ein Ende dieser Zustände ist dringend geboten, aber nicht absehbar. Ist die neue Gentechnik auf dem Weg zu einer tierfreundlicheren Landwirtschaft vertretbar? Eine Annäherung aus ethischer Perspektive. 

  • Die Eugenik der Tech-Milliardäre

    Von
    GeN

    In der Zeitung nd.Die Woche vom 26.11. macht GeN-Mitarbeiterin Dr. Isabelle Bartram auf Silicon Valley Start-ups aufmerksam, welche die gentechnische Veränderung von Kindern kommerzialisiern wollen. Ihr Angebot ist unterfüttert von den eugenischen Gesellschaftsvorstellungen von Teilen der US-amerikanischen Tech-Eliten.

  • Regulierung als Chance

    Eine behandschuhte Hand hält eine runde Petrischale vor einem hellen Hintergrund. Auf der leicht getrübten Oberfläche der Schale ist ein kleiner Barcode-Aufkleber angebracht.
    Von
    25. November 2025

    Die Regulierung von gentechnisch veränderten Pflanzen hat einen Einfluss auf ihre Wirtschaftlichkeit. Für Unternehmen und Forschung aus der Saatgutentwicklung stellt sie eine Hürde dar. Sozialwissenschaftler*innen erwidern: Regulierung bringt durchaus Vorteile mit für Gesellschaft, Umwelt – und die Wirtschaft selbst.