Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • GenReis: Verbände lehnen EU-Zulassung ab

    (Köln und Berlin, 21. März 2013) Das Gen-ethische Netzwerk und die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordern in einem Offenen Brief an EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg und Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner, den Antrag auf Importzulassung für genmanipulierten Reis der Sorte LL62 abzulehnen. Zur Hauptversammlung der BAYER AG am 26. April haben die Verbände zudem einen Gegenantrag eingereicht, in dem ein Verzicht auf LL62 gefordert wird.

  • Das richtige Design?

    5. März 2013

    In der Debatte um die Forschungsergebnisse des französischen Molekularbiologen Gilles-Eric Séralini und seiner MitarbeiterInnen ist sehr viel über die Frage des richtigen Studiendesigns diskutiert worden. Ein kleiner Überblick.

  • Bitte Argumente, keine Angriffe!

    5. März 2013

    Die Reaktionen auf die Veröffentlichung einer Untersuchung des französischen Molekularbiologen Gilles-Eric Séralini führt zu einer Welle der Kritik. Diese Kritik wird vor allem durch Wissenschaftler angeführt, die sich seit langem für eine Lockerung der europäischen Gentechnikgesetze einsetzen - und zeigt einen erstaunlichen Mangel an wissenschaftlichem Tiefgang.

  • Welche Rolle spielt die EFSA?

    Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) steht im Zentrum der Verfahren für die Bewertung von gentechnisch veränderten Organismen. Wie geht die EFSA mit der Studie um, die im September 2012 von einer Gruppe um den französischen Molekularbiologen Gilles-Eric Séralini veröffentlicht wurde?