Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • „Bye-bye! BASF Plant Science!" - Keine Träne des GeN ...

    (Berlin, 15. Januar 2012) Einem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge plant der BASF-Konzern, die Zentrale seiner Aktivitäten im Bereich der Pflanzen-Biotechnologie in die USA zu verlagern. „Wir werden diesem Geschäftszweig keine Träne hinterher weinen.‟

  • Wie weiter, wenn nicht „wie bisher”?

    6. Januar 2012

    „Weiter wie bisher ist keine Option“ - das war das prägnanteste Ergebnis des Weltagrarberichts, der 2008 veröffentlicht wurde. Im November trafen sich nun in Berlin gut 200 Interessierte aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik, um über eine Fortsetzung zu diskutieren.

  • Hungerbekämpfung durch Gentechnik?

    Befürworter der „grünen“ Gentechnik argumentieren gerne, dass eine durch Gentechnik bewirkte Ertragssteigerung der Landwirtschaft zur Bekämpfung des Hungers in der Welt beitragen kann. Aber ist das wirklich so einfach, wie uns suggeriert wird?

  • Der Paradigmenwechsel

    5. Januar 2012

    Die internationale Agrarpolitik ist begleitet von einem permanenten Output wissenschaftlicher Berichte, Expertisen und Studien aus der Feder einer Vielzahl von Akteuren und Organisationen. Seit ein paar Jahren sind deutliche Veränderungen zu beobachten.