Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • 10 Jahre sind genug - Zulassungsverfahren für Gen-Reis stoppen!

    (Berlin und Köln, 25. August 2013) Das Zulassungsverfahren für den gentechnisch veränderten Reis LL62 der Firma BAYER CropScience muss gestoppt werden. Das fordern die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) und das Gen-ethische Netzwerk (GeN) von der Europäischen Kommission und dem BAYER-Konzern. Mit dem Anbau des Reis ist die Nutzung des hochgiftigen, als reproduktionstoxisch klassifizierten Unkrautvernichtungsmittels Glufosinat verbunden.

  • Monsanto-Rückzug

    (18. Juli 2013) Nach Darstellung der Nachrichtenagentur Reuters wird der US-amerikanische Gentech-Konzern Monsanto seine „ausstehenden Zulassungsanträge für den Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen in der Europäischen Union‟ in den nächsten Monaten zurückziehen.

  • Heu auf verschiedenen Bühnen

    19. Juni 2013

    In der Schweiz ist die Debatte um das Für und Wider der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittel-Produktion in eine neue Runde gegangen. In einem aktuellen Verfahren zur Festlegung von Koexistenzregeln zeigt sich Polarisierung - auch als Spätfolge des im vergangen Jahr beendeten Nationalen Forschungsprogramms 59.

  • Ewige Grüne Revolution?

    26. April 2013

    Seit 2004 versucht die indische Nichtregierungsorganisation Gene Campaign eine Überprüfung der Regulierung gentechnisch veränderter Pflanzen durch das Oberste Gericht des Landes, den Supreme Court, zu erreichen. Im vergangenen Herbst veröffentlichte eine technische Expertengruppe - als Teil dieses Verfahrens - ihren Zwischenbericht. Die endgültige Entscheidung des Gerichts steht weiter aus.