Reprotechnologien

Piktogramm: Petrischale mit Eizelle und Spermien

Eizell„spende“ und „Leihmutterschaft“ sind in Deutschland verboten, das regelt das Embryonenschutzgesetz (EschG). Um solche Reproduktionstechnologien dennoch zu nutzen, reisen Schätzungen zufolge jedes Jahr bis zu 3.000 deutsche Paare ins Ausland. Der starke Kinderwunsch dieser Paare, das vermeintliche Kindeswohl, die mit dem Reproduktionstourismus verbundenen Probleme, ein postuliertes „Recht“ auf ein eigenes Kind – diese Argumente werden von unterschiedlichen Gruppen verstärkt vorgebracht, um die Verabschiedung eines „modernen“, liberalen Fortpflanzungsmedizingesetzes voranzubringen.

Selten thematisiert werden die geringen Erfolgsaussichten reproduktiver Technologien und alternative Möglichkeiten der Familiengründung wie Pflegekinder oder Co-Parenting. Die Probleme und Rechte von „Spenderinnen“ und „Leihmüttern“ kommen in diesen Diskursen noch weniger vor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Zwischen Ausbeutung und reproduktiver Freiheit

    Eizellen werden in flüssigem Stickstoff gelagert
    Von

    Aufzeichnungen einer Online-Veranstaltungsreihe des Gen-ethischen Netzwerks e.V. in Kooperation mit dem Netzwerk fem*ini gegen reproduktive Ausbeutung im Herbst 2022.

  • Das GeN im Fernsehen: Diskussion über "Eizellspende"

    Gruppenmild mit den Diskutierenden der Sendung
    Von
    GeN

    GeN-Mitarbeiter*in und Mediziner*in Taleo Stüwe diskutierte bei der Sendung 13 Fragen - Unerfüllter Kinderwunsch mit anderen Expert*innen und Betroffenen darüber, ob "Eizellenspende" in Deutschland legalisiert werden sollte.

  • Debatte um "Eizellspende"

    GeN

    In Spanien ist die "Eizellspende" bereits seit 1988 legal. Die Ausstellung Babys machen? "Eizellspende" und Reproduktionspolitiken hat die in Deutschland längst überfällige Debatte auch medial angestoßen.

  • Finissage: Babys machen?

    Von
    GeN

    Die Finissage der Ausstellung Babys machen? «Eizellspende» und Reproduktionstechnologien hat der feministischen Kontroverse zur "Eizellspende" eine Bühne geben.

  • Gutachten: Medizinische Risiken der "Eizellspende"

    Von
    GeN

    Seit Ende 2021 wird die Legalisierung der "Eizellspende" verstärkt politisch und medial diskutiert. Medizinische Risiken für "Spender*innen", aber auch für Schwangere nach Eizellspende, sowie die so gezeugten Kinder, finden dabei bisher wenig Beachtung. Unser Gutachten füllt diese Lücke.