Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Wir haben es satt!

    7. März 2011

    22.000 Demonstrantinnen und Demonstranten haben am 22. Januar in Berlin ein regelrechtes Feuerwerk für einen Wechsel in der Agrarpolitik abgeschossen. Gegen Gentechnik, gegen Massentierhaltung, gegen Dumping-Exporte und für eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft.

  • Wie sichern wir die gentechnikfreie Landwirtschaft? Neue Instrumente und Ideen

    (Februar 2011) Veranstaltung von GeN, AbL, VLOG und Ökolöwe Leipzig auf der Biofach in Nürnberg. Termin: Samstag, 19.02.11, 12 - 14 Uhr, Messe Nürnberg. Themen: Aktueller Stand zur Agro-Gentechnik in Deutschland und der EU. Gentechnikfreie Initiativen und Regionen als Möglichkeit, um die Ausbreitung von GVO in Deutschland aufzuhalten. Kennzeichnung “Ohne Gentechnik” und Nachfrage nach gentechnikfreien Futtermitteln. Was sind unsere Forderungen an die EU-Agrarreform 2013 und wie kann mensch mitmachen?

  • Politik statt Konsum

    4. Januar 2011

    Es gibt eine neue Strategie: Die Anti-Gentech-AktivistInnen in den USA sprechen die Öffentlichkeit nicht mehr als Marktteilnehmer an. Gefragt ist die politische Teilhabe an der Regulierung des Ernährungssektors und die wird zur Zeit stärker zum Thema gemacht. Ein anthropologischer Blick.

  • „Just say no“

    4. Januar 2011

    GentechnikkritikerInnen in den USA kämpfen derzeit an zwei Fronten: Einerseits gilt es, die weitere Ausbreitung der Agro-Gentechnik aufzuhalten und gegen Neu-Zulassungen zu protestieren. Andererseits fordern sie die Einführung einer Kennzeichnungspflicht, um zumindest Transparenz zu schaffen und den Verbrauchern eine Wahlmöglichkeit zu geben.

  • Wir haben es satt !!! Demo gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft am 22. Januar 2011 in Berlin

    (Berlin, 22. Januar 2011) Bei einer gemeinsamen Demonstration von bäuerlichen Organisationen, Vereinen, Verbänden aus dem Umwelt- und Naturschutz, aus der Entwicklungszusammenarbeit, dem Tierschutz und anderen - unter den 120 Gruppen auch das Gen-ethische Netzwerk - forderten 22.000 TeilnehmerInnen eine Abkehr von der fortschreitenden Industrialisierung der Landwirtschaft. Tagesschau , 22.01.11, 20 Uhr mit kurzem Film .