Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Grüne Wüsten

    22. August 2011

    In Paraguay, im Herzen Südamerikas, spielt sich das jüngste Kapitel der Ausweitung des Anbaus gentechnisch veränderter Soja ab. Esther Leiva, Kleinbäuerin und Aktivistin, berichtete im Rahmen einer Vortragsreise von Kämpfen um Land, Gerechtigkeit und Emanzipation.

  • Stationen einer Sternfahrt

    22. August 2011

    Aktuell wird die zukünftige Agrarpolitik der Europäischen Union verhandelt. Der zuständige EU-Kommissar Dacian Ciolos hat dazu einen ersten Vorschlag vorgelegt, der nun in den Gremien der EU, im Rat und im Parlament verhandelt wird. In Deutschland haben sich Organisationen der Zivilgesellschaft zur Kampagne „Meine Landwirtschaft - unsere Wahl“ zusammengeschlossen. Die Sternfahrt der Kampagne führte auf vier Strecken zum Kanzleramt nach Berlin: „Angela, wir müssen reden!“

  • Zeitreise - 25 Jahre Gen-ethisches Netzwerk e.V.

    In diesem September jährte sich die Gründung des GeN zum 25sten Mal. Aus diesem Anlass starten wir eine Zeitreise durch 25 Jahre Geschichte gentechnikkritische Bewegung.

  • Zwei Milliarden für den Protest

    11. Juli 2011

    Ende Mai fand in Berlin ein bemerkenswertes Pressegespräch statt. Sein Titel: „Nutzung der Grünen Gentechnik ist ethisch geboten!“ Warum sich aus diesem Anlass nicht einmal ganz unvoreingenommen folgende Frage stellen: Wenn die Gentechnik hilft, den Welthunger zu besiegen, dann sollte man sie doch auch anwenden, oder?

  • Gentechnik: Schwarz-gelb will nationalen Anbauverboten die Zähne ziehen

    (Berlin, 1. Juli 2011) Über 58.000 Bürger appellieren an ihre EU-Abgeordneten / Kommenden Dienstag stimmt das EU-Parlament über nationale Selbstbestimmung beim Anbau von Gentechnik-Pflanzen ab / FDP und Union knüpfen Zustimmung an Verwässerung des Vorschlags. Gemeinsame Pressemitteilung von: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Campact, Gen-ethisches Netzwerk, Greenpeace, Interessengemeinschaft gentechnikfreies Saatgut, Save Our Seeds