Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • „Just say no“

    4. Januar 2011

    GentechnikkritikerInnen in den USA kämpfen derzeit an zwei Fronten: Einerseits gilt es, die weitere Ausbreitung der Agro-Gentechnik aufzuhalten und gegen Neu-Zulassungen zu protestieren. Andererseits fordern sie die Einführung einer Kennzeichnungspflicht, um zumindest Transparenz zu schaffen und den Verbrauchern eine Wahlmöglichkeit zu geben.

  • Wir haben es satt !!! Demo gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft am 22. Januar 2011 in Berlin

    (Berlin, 22. Januar 2011) Bei einer gemeinsamen Demonstration von bäuerlichen Organisationen, Vereinen, Verbänden aus dem Umwelt- und Naturschutz, aus der Entwicklungszusammenarbeit, dem Tierschutz und anderen - unter den 120 Gruppen auch das Gen-ethische Netzwerk - forderten 22.000 TeilnehmerInnen eine Abkehr von der fortschreitenden Industrialisierung der Landwirtschaft. Tagesschau , 22.01.11, 20 Uhr mit kurzem Film .

  • Führt Gentechnik zur Befreiung der Frauen?

    1. November 2010

    Die Behauptung von Monsanto und Co. ist, dass Bt-Baumwolle zur Emanzipation der indischen Frauen beiträgt. Eine bekannte indische Vorkämpferin für Frauenrechte erklärt im GID, was Sache ist.

  • Von Fröschen, Hühnereiern und Menschen

    1. November 2010

    Die Kritik an dem rücksichtslosen Anbau von Soja in Argentinien wird immer lauter. Nicht zuletzt die von der Wissenschaft bestätigte Vergiftung von Menschen und Umwelt hat in den letzten Jahren auch Parlamente und Gerichte auf den Plan gerufen.

  • Bundesweites Treffen der Agro-Gentechnik-kritischen Bewegung am 4. und 5. Dezember 2010

    !!! Jetzt anmelden !!! Am ersten Wochenende im Dezember, am 4. und 5. Dezember, treffen sich Aktive und Aktivistinnen, Bäuerinnen und Bauern, Mitglieder von Umwelt- und Naturschutzgruppen und andere UnterstützerInnen der gentechnikfreien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion zu einem gemeinsamen Treffen in Leipzig.