Systeme der rassistischen Klassifizierung von Menschen spielen in den aktuellen Biowissenschaften eine größere Rolle, als es die internationale Ächtung der Kategorie „Rasse“ nach dem Zweiten Weltkrieg vermuten lässt.
Indigene Communitys haben bisher vor allem negative Erfahrungen mit genetischer Forschung gemacht. Native American Wissenschaftler*innen wie Dr. Krystal Tsosie fordern daher die Verschiebung der Autorität über Indigene DNA zurück zu den Beforschten.
Patient*innendaten gehören zu den sensibelsten Datenformen überhaupt. Aktuell wird die Infrastruktur errichtet, um diese kritischen Informationen – darunter auch Gendaten – aller Versicherten in Forschungsdatenzentren zu sammeln und auch über Landesgrenzen hinweg zu beforschen.
Die Verwendung von DNA durch staatliche Behörden folgt den technologischen Entwicklungen. Die neuen Technologien versprechen effiziente Verbrechensaufklärung, bedeuten jedoch gravierende Eingriffe in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung von immer mehr Menschen.
Aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen, der Wissenschaft und dem Markt für Internet-Gentests haben zu einem dramatischen Anstieg der Menge an genomischen Daten geführt, die gesammelt, verwendet und geteilt werden.