Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • 30 Jahre Gen-ethischer Informationsdienst

    (Berlin, 5. März 2015) Unsere Zeitschrift, der Gen-ethische Informationsdienst (GID), erscheint seit genau 30 Jahren. Vor wenigen Tagen veröffentlichten wir die neueste Ausgabe des GID. Sie widmet sich in ihrem Schwerpunkt der Berichterstattung über die Agro-Gentechnik durch die Lobbygruppe ISAAA.

  • ISAAA - Netzwerk und Projekte

    25. Februar 2015

    Der ISAAA ist - wohl oder übel - die wichtigste Quelle für Daten über die globale Verbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen. Ein Blick in sein Netzwerk und seine Projekte zeigt, mit wem wir es zu tun haben.

  • Forschung im Bereich der Grünen Gentechnik

    (Berlin, 26. Januar 2015) Anlässlich der Anhörung „Forschung im Bereich der Grünen Gentechnik“ - heute im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) - hat eine Reihe von Verbänden aus den Bereichen Agrarpolitik, Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutz gemeinsame Forderungen für die Verbesserung der Risikoforschung mit gentechnisch veränderten Pflanzen veröffentlicht. GeN-Mitarbeiter Christof Potthof, der selbst bei der Anhörung anwesend sein wird, betont in diesem Zusammenhang, dass für eine plausible Risikoforschung bis heute jede Basis fehlt: Die Gentech-Firmen bestimmen selbst darüber, wer mit ihren Pflanzen forscht - und wer nicht.

  • Wann wird die KWS Saat AG von Monsanto übernommen?

    (Berlin und Witzenhausen, 17. Dezember 2014) Wann wird die KWS Saat AG von Monsanto übernommen? ... das ist die Leitfrage, mit der ein Bündnis von kritischen Aktionärinnen und Aktionären in der morgen stattfindenden Hauptversammlung der KWS Saat AG auftreten wird.

  • Mit der Gentech-Industrie unter einer Decke

    28. August 2014

    Der Vorschlag für die sogenannte Opt out-Regulierung für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa muss durch das Europäische Parlament verbessert werden, wenn er nicht dazu führen soll, dass gentechnisch veränderte Herbizid-tolerante RoundupReady-Pflanzen schneller in der EU eingeführt werden können.