Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Klima-rettende Pflanzen

    4. Januar 2010

    Alle reden vom Klima - wir auch. Gentechnisch veränderte Pflanzen sollen das Klima retten und uns vor den Konsequenzen des Klimawandels schützen. Allerdings können die Gentechniker nicht jedeN mit Ein-Problem-ein-Gen-Technologien überzeugen.

  • EU-Saatgutgesetzgebung in der Überarbeitung

    30. Dezember 2009

    Per Gesetz wird traditionelles bäuerliches Saatgut zur musealen Ausnahme definiert, industrielles Saatgut dagegen bekommt einen Marktanteil von 90 Prozent garantiert.

  • Test Biotech!

    23. November 2009

    „Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie” - der Untertitel im Namen des neuen Vereins „Testbiotech e.V.” ist Programm. Insbesondere gentechnisch veränderten Pflanzen will eine Gruppe von Expertinnen und Experten auf den Zahn fühlen.

  • Monsanto gegen BRD

    20. November 2009

    Dass Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den gentechnisch veränderten Mais MON810 verboten hat, konnte Monsanto nicht kommentarlos hinnehmen. Der Konzern, der die Rechte an dem Mais hält und diesen auch entwickelt hat, steht nun vor Gericht einer Behörde gegenüber, die eigentlich seiner Meinung ist. Mit am Tisch: Das Vorsorgeprinzip.

  • Hybrid-Reis auf den Philippinen

    20. November 2009

    Die philippinische Regierung unterstützt die Einführung von Hybrid-Saatgut massiv und gefährdet so das traditionelle System, in dem Sorten von Landwirten angebaut, weiterentwickelt und getauscht werden.