Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Test Biotech!

    23. November 2009

    „Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie” - der Untertitel im Namen des neuen Vereins „Testbiotech e.V.” ist Programm. Insbesondere gentechnisch veränderten Pflanzen will eine Gruppe von Expertinnen und Experten auf den Zahn fühlen.

  • Monsanto gegen BRD

    20. November 2009

    Dass Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den gentechnisch veränderten Mais MON810 verboten hat, konnte Monsanto nicht kommentarlos hinnehmen. Der Konzern, der die Rechte an dem Mais hält und diesen auch entwickelt hat, steht nun vor Gericht einer Behörde gegenüber, die eigentlich seiner Meinung ist. Mit am Tisch: Das Vorsorgeprinzip.

  • Hybrid-Reis auf den Philippinen

    20. November 2009

    Die philippinische Regierung unterstützt die Einführung von Hybrid-Saatgut massiv und gefährdet so das traditionelle System, in dem Sorten von Landwirten angebaut, weiterentwickelt und getauscht werden.

  • No Sex on the Beach

    20. November 2009

    Fische sind die Tiere, bei denen die Gentechnik am weitesten fortgeschritten ist. Die US-Firma AquaBounty wartet zum Beispiel seit mittlerweile einem Jahrzehnt auf die Marktzulassung ihres gentechnisch veränderten Lachses. Dem Risiko der gentechnischen Kontamination will die Firma durch sterile Fische begegnen. Das könnte jedoch vor allem dem eigenen Geschäft dienen.

  • Who pays - who profits?

    Von
    20. November 2009

    Saatgutkonzerne zeigen reges Interesse an der Terminator-Technologie,obwohl sie behaupten, diese nicht einsetzen zu wollen. Zu groß scheint die Verlockung, sich mit Hilfe dieses gentechnischen Verfahrens, das die Weiternutzung von Saatgut verhindert, den globalen Saatgutmarkt einzuverleiben. Auf wessen Kosten?