Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Wir haben es satt!

    (Berlin, Januar 2014) Ein großes Bündnis aus agrarpolitischen Verbänden, Umwelt- und Verbraucher-Organisationen, Vereinen, Verbänden und Initiativen ruft am 18. Januar 2014 gemeinsam zur vierten Großdemo „Wir haben es satt! - Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für Alle!‟ Auch das Gen-ethische Netzwerk ist Teil dieses Bündnisses: Kommen Sie nach Berlin, demonstrieren Sie mit!

  • Prozess für Protest

    (Berlin und Hamburg, 17. November 2013) Das Gen-ethische Netzwerk und das Rechtshilfebüro Hamburg streiten in Karlsruhe für den Schutz des Versammlungsrechts. Am 19. November findet vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe unser Prozess zur Durchsetzung des Rechts auf freie Wahl eines Versammlungsortes auch im zunehmend privatisierten öffentlichen Raum statt.

  • Samstag, 12. Oktober: March against Monsanto

    (Oktober 2013) Am Samstag, 12. Oktober 2013, werden wieder weltweit Menschen auf die Straße gehen, um gegen den zunehmenden Einfluss von Agrar- und Gentechnikkonzernen auf unsere Ernährung zu demonstrieren. Anlass ist der Welternährungstag am 16. dieses Monats. Weitere Informationen zu Terminen und Aktionen im deutschsprachigen Raum finden Sie hier.

  • 10 Jahre sind genug - Zulassungsverfahren für Gen-Reis stoppen!

    (Berlin und Köln, 25. August 2013) Das Zulassungsverfahren für den gentechnisch veränderten Reis LL62 der Firma BAYER CropScience muss gestoppt werden. Das fordern die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) und das Gen-ethische Netzwerk (GeN) von der Europäischen Kommission und dem BAYER-Konzern. Mit dem Anbau des Reis ist die Nutzung des hochgiftigen, als reproduktionstoxisch klassifizierten Unkrautvernichtungsmittels Glufosinat verbunden.

  • Monsanto-Rückzug

    (18. Juli 2013) Nach Darstellung der Nachrichtenagentur Reuters wird der US-amerikanische Gentech-Konzern Monsanto seine „ausstehenden Zulassungsanträge für den Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen in der Europäischen Union‟ in den nächsten Monaten zurückziehen.