Beiträge zu diesem Thema

  • Pink and Blue

    Von
    6. März 2009

    Seit einigen Jahren erregen in den USA neue Verfahren zur Geschlechtsauswahl Aufsehen, die in der modernen Reproduktionsmedizin eingesetzt werden können. Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass in den USA die Selektion des Geschlechts zur Normalität werden könnte: Die neuen Methoden gehören inzwischen zum Standardrepertoire von Reproduktionskliniken; Massenmedien breiten sich über das Thema aus; und in Internetforen organisieren sich enttäuschte Eltern, die das Kind mit dem „falschen“ Geschlecht bekommen haben. Höchste Zeit für eine feministische Kritik, die nicht in die Falle tappt, eine Trennlinie zwischen guter „westlicher“ und schlechter „asiatischer“ Geschlechtsselektion zu ziehen.

  • Eins statt Drei: Vorstoß gegen das Embryonenschutzgesetz?

    Von
    30. Oktober 2008

    Einige Jahre war es ruhig um das Embryonenschutzgesetz – nach den Aufregungen in der Diskussion über Präimplantationsdiagnostik um die Jahrtausendwende. Jetzt deutet sich ein erneuter Vorstoß an, der darauf hinauslaufen könnte, das Gesetz auszuhebeln. Wieder preschen dieselben Akteure vor. Sie haben aber ein anderes, wesentlich konsensfähigeres Argument im Gepäck – den „elektiven Single Embryo Transfer“.

  • Jenseits heterosexueller Elternschaft

    Von
    12. September 2008

    Feministische Kritik findet bisher nur auf eine bestimmte Art und Weise Gehör in bioethischen Debatten – dann nämlich, wenn es um den Frauenleib als Ort biotechnologischer Interventionen geht. Eine queer-feministische Perspektive geht darüber hinaus und fragt, welche dominanten Konzepte von Weiblichkeit, Elternschaft und Familie in der Bioethik sowohl vorausgesetzt als auch gestärkt werden.

  • Ein Plädoyer für mehr Offenheit

    Interview mit
    25. Februar 2008

    Die Familiengründung nach Samenspende war in Deutschland lange Zeit ein Tabu. Nun begeben sich die inzwischen erwachsen gewordenen Kinder auf Identitätssuche. Über die psychosozialen Aspekte der so genannten „Donogenen Insemination“ sprach der GID mit der Familientherapeutin Petra Thorn.

  • Der Planungswille zum Kind

    Von
    25. Februar 2008

    Ein am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität angesiedeltes Forschungsprojekt untersucht in Berlin und im Großraum Istanbul-Izmir, wie sich die Möglichkeiten der Reproduktionstechnologie auf das Denken über „Verwandtschaft“ sowie auf die Herstellung verwandtschaftlicher Beziehungen auswirken.(1) Der folgende Beitrag untersucht die Bedeutung der De-Naturalisierung von Fortpflanzung aus der Perspektive von Berliner IVF-Nutzerinnen und vor dem Hintergrund gesellschaftspolitischer Transformationen.