Beiträge zu diesem Thema

  • Fantastische Geschichten

    Interview mit
    11. Juli 2011

    Kim Stanley Robinson ist auch in dem Sinne ein Science-Fiction-Autor, dass „science“ oft die Arbeitswelt seiner Protagonisten darstellt. In seiner 2007 abgeschlossenen Trilogie über den Klimawandel spekuliert er über ein intensives Zusammenwirken von Politik und Wissenschaft. Am Rande spielt dabei die sozio- und evolutionsbiologische Humanforschung eine Rolle, ein Wissenschaftsfeld, das den Autor zu faszinieren scheint, zu dem er aber auch eine ironische Distanz einnimmt. Was sagt der Schriftsteller zu den Erzählungen der Evolutionären Psychologie?

  • Der Primat im Supermarkt

    11. Juli 2011

    Dass Marketing und Evolutionäre Psychologie (EP) irgendwann eine enge Verbindung eingehen würden, lag nahe. Denn Popularisierung und Selbstvermarktung waren von Beginn an starke Seiten der EP, was schon in ihrem dominanten Forschungsparadigma begründet liegt.

  • Hast du Meme? Oder haben Meme dich?

    11. Juli 2011

    Die Vorstellung, dass Gene das Leben bestimmen und die Grenzen der Leistungsfähigkeit des Körpers und Geistes festlegen, ist weit verbreitet. Man erfährt es aus Krankenhaus- und Krimiserien, Ratgeberliteratur und von den üblichen Verdächtigen wie dem leidigen Sarrazin: Der Gen-Determinismus stellt einfache Erklärungen zur Verfügung, die vorgeben, praktischen, alltagsweltlichen Nutzen zu besitzen. Seine Implikationen werden im Populärdiskurs oft bereitwillig angewandt, um Phänomene des Alltags zu erklären. Parallel zu den Genen werden Meme als kulturelle Erbeinheiten gedacht.

  • Die Suche nach der „richtigen” Geschichte

    Interview mit
    11. Juli 2011

    Der „evolutionäre Blick“ auf den Menschen, wie er etwa von der evolutionären Psychologie propagiert wird, arbeitet mit Bildern davon, wie die „natürliche“ Umgebung des Menschen inklusive Sozialstruktur ausgesehen haben soll . Was können wir darüber wissen und was sagen die verwendeten Bilder über die Perspektive aus, mit der diese Forschung betrieben wird?

  • Rhetorische Manöver im akademischen Diskurs

    11. Juli 2011

    Die in den letzten 20 Jahren gewachsene Forschungsrichtung „Evolutionspsychologie“ vertritt mit ihrem Ansatz den Anspruch, geistes- und naturwissenschaftliche Perspektiven auf den Menschen mit Hilfe des „evolutionären Blicks“ zusammenzuführen. Auffällig ist dabei die Geschlossenheit, mit der sie medial auftritt, und die Aggressivität, mit der sie ihren vorherrschenden Forschungsansatz verteidigt.