Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Umkämpftes Wikipedia

    5. März 2012

    Wikipedia ist der Versuch, Wissen für viele frei zugänglich zu machen - und die Hoffnung, das subjektive Wissen der Einzelnen durch die Mitarbeit der Vielen objektiver zu machen. Was ist aber, wenn Wissen und finanzielle Interessen kollidieren? Auch in Wikipedia ist Zeit Geld oder Geld Zeit: Wer am meisten mitarbeitet, kann auch am meisten beeinflussen.

  • Bye-bye BASF Plant Science! - No single tear ...

    (Berlin, Jan, 15th, 2012) According to a report by the german weekly WirtschaftsWoche (BusinessWeek) the german chemical giant BASF Group is to relocate the headquarters of its activities in the field of plant biotechnology to the United States. "We won't bemoan the loss of this business a single tear."

  • „Bye-bye! BASF Plant Science!" - Keine Träne des GeN ...

    (Berlin, 15. Januar 2012) Einem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge plant der BASF-Konzern, die Zentrale seiner Aktivitäten im Bereich der Pflanzen-Biotechnologie in die USA zu verlagern. „Wir werden diesem Geschäftszweig keine Träne hinterher weinen.‟

  • Hungerbekämpfung durch Gentechnik?

    Befürworter der „grünen“ Gentechnik argumentieren gerne, dass eine durch Gentechnik bewirkte Ertragssteigerung der Landwirtschaft zur Bekämpfung des Hungers in der Welt beitragen kann. Aber ist das wirklich so einfach, wie uns suggeriert wird?

  • Monsanto pokert oder hat Angst

    31. Oktober 2011

    Wenn Pollen des gentechnisch veränderten Mais MON810 im Honig gefunden wird, ist das für die betroffenen ImkerInnen sehr ärgerlich. Der Europäische Gerichtshof entscheidet nun im Sinne des Verbraucherschutzes.