Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • „Es ist nicht alles verloren”

    26. April 2013

    Südafrika erließ 1997 als erstes afrikanisches Land Genehmigungen für den kommerziellen Anbau von gentechnisch-veränderten (gv) Nutzpflanzen. Über den gegenwärtigen Stand, die Herausforderungen und den Widerstand gegen die Grüne Gentechnik sprach Andreas Bohne mit Mariam Mayet vom südafrikanischen African Centre for Biosafety (ACB).

  • BASF-Konzern torpedierte Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Pflanzen in den USA

    (Berlin, Bern und Köln, 24. April 2013) Bei der Hauptversammlung am Freitag in Mannheim muss sich BASF unbequemen Fragen des Dachverbands der Kritischen Aktionäre, des Gen-ethischen Netzwerks (GeN) und der Schweizer AktionärInnen für nachhaltiges Wirtschaften (ACTARES) stellen. Die drei Organisationen kritisieren den weltgrößten Chemiekonzern wegen seines Engagements in der Pflanzen-Biotechnologie, wegen massiver Einflussnahme auf politische Prozesse und wegen des Abbaus von 350 Arbeitsplätzen in der Region Basel beim 2008 übernommenen Spezialchemiekonzern Ciba.

  • Zwischenbilanz

    5. März 2013

    Seit der Veröffentlichung des Artikels „Long term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup-tolerant genetically modified maize“ von Gilles-Eric Séralini et al. (2012) ist nun ein halbes Jahr vergangen. Die wohl wichtigste Erkenntnis aus den zurückliegenden Monaten ist, dass wir bis heute nicht wissen, wie wir die Wirkung von gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen auf die menschliche Gesundheit untersuchen und bewerten sollen. Es gibt verschiedene Modelle und Verfahren, aber einen Standard, der weitgehend akzeptiert ist, gibt es bislang nicht. Das an sich ist keine neue Erkenntnis. Jedoch ist diese Erkenntnis nun nicht mehr reines Spezialisten-Wissen.

  • Mit zweierlei Maß

    5. März 2013

    Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA misst bei der Bewertung von gentechnisch veränderten Organismen mit zweierlei Maß. Das legt eine Testbiotech-Analyse nahe. Die Nichtregierungsorganisation hat GVO-Zulassungsdossiers und deren Bewertungen durch die EFSA überprüft.

  • Doppelte Standards

    5. November 2012

    Eine im September bekannt gewordene Untersuchung einer gentechnisch veränderten Pflanze, die von WissenschaftlerInnen um den französischen Molekularbiologen Gilles-Eric Séralini durchgeführt wurde, schlägt weltweit zum Teil mächtig hohe Wellen.