Genome Editing

Piktogramm: Erlenmeyerkolben mit Flüssigkeit und daraus hervorgehendem Molekül

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms – anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren – präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik neu zu definieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

.

Beiträge zu diesem Thema

  • Wer denkt was zu Genome Editing bei Nutztieren?

    chicken
    Von
    24. November 2022

    Das Interesse an Genome Editing und dessen Anwendung in der Tierhaltung ist stark gestiegen. Da hier aber erst noch marktfähige Produkte entwickelt werden müssen, sind es die Entwürfe, Visionen oder „soziotechnischen Vorstellungen“, die den Diskurs prägen.

  • Auf wessen Kosten?

    pig
    Von
    24. November 2022

    Die neue Gentechnik hat die Entwicklung von gentechnisch veränderten Tieren wieder angetrieben. Der Prozess basiert allerdings auf fehleranfälligen Techniken und mitunter fraglichen Zielen. Beides kann mit Schmerz und Leid für die Tiere verbunden sein.

  • Was wird da bloß ausgebrütet?

    Vorschaubild
    Interview mit
    23. November 2022

    Wissenschaftler*innen wollen mit gentechnisch veränderten Hühnern dem Töten von Küken ein Ende bereiten. Laut EU-Kommission könnten die so produzierten Legehennen und Eier bald ohne Regulierung und Kennzeichnung zu kaufen sein – ein Präzedenzfall, der geltendem Recht widerspricht. Interview mit Annemarie Volling, Mitarbeiterin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und dort zuständig für die Sicherung der gentechnikfreien Landwirtschaft sowie Saatgut und Patente.

  • Boom in der Forschung durch Genome Editing

    cows
    Von
    23. November 2022

    Die Entdeckung der sogenannten Genschere CRISPR-Cas verschaffte den biotechnischen Anwendungen bei Tieren einen erneuten Schub: die neue Labortechnik macht die Erzeugung gentechnisch veränderter Wirbeltiere leichter, günstiger und schneller. Forschung und Industrie lassen sich von den Möglichkeiten begeistern und reden von einem Durchbruch.

  • Vom Labor in den Stall

    goat
    Von
    23. November 2022

    Schneller wachsen, dicker werden, gesund bleiben – das sollen gentechnisch veränderte Nutztiere. Ob diese Eigenschaften zu einer tierfreundlicheren Produktion beitragen ist fraglich. Neben viel Hype zeichnen offene Fragen bei den Methoden und auf dem Markt ein durchwachsenes Bild.