Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Wissenstransfer

    Von
    21. Mai 2019

    Anfang März trafen sich 65 überwiegend gentechnikkritisch eingestellte Aktive zu einem dreitägigen „Informations- und Mobilisierungstreffen“ in Naumburg/Saale (Sachsen-Anhalt).

  • Was tun gegen rechts?

    Aufstehen gegen Rassismus
    Von
    20. Mai 2019

    Handlungsstrategien und Erfahrungen im Umgang mit Rechts gibt es viele. Im Alltag, im Verein oder bei der Kampagnenarbeit können sie helfen sich selbstbewusst gegen rechte Argumente und Hass zu positionieren.

  • Schlingerkurs – Rechte Parteien zur Agro-Gentechnik

    Von
    20. Mai 2019

    Zwischen und innerhalb der Parteien gibt es Unterschiede in den Positionen zur Gentechnik. Das Spektrum reicht vom Verbot bis hin zum kontrollierten Anbau. Der Diskurs wird dabei häufig mit der Forderung nach Souveränität und nationaler Selbstversorgung verbunden.

  • Auf deutscher Scholle – Landwirtschaft von rechts

    Brauner Acker
    Von
    20. Mai 2019

    Rechte Gruppen besetzen Themen des Ökolandbaus und der Selbstversorgung. Ihre neuen Strategien knüpfen dabei an völkische Ideologien vor der NS-Zeit an. Bestehende Strukturen im ländlichen Raum begünstigen die Verbreitung von rechtem Gedankengut über Nahraum und Engagement.

  • Naturgesetze rechter Ideologien

    Demoschild II
    Von
    20. Mai 2019

    Die Vorstellung, der Mensch habe eine festgeschriebene Rolle in natürlichen Systemen ist Grundlage rechter Ideologien. In der Auseinandersetzung mit Bio-, Reproduktions- und Gentechnologien sollte man sich dieser Argumentationslinie bewusst sein.