Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Klimawandel – Auf der Suche nach Antworten für die Landwirtschaft

    GID-Ausgabe
    255
    vom
    November 2020

    Lösungsansätze aus der Agro-Gentechnik werden in den Debatten um die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel kontrovers diskutiert. Wie steht es um die Entwicklung klima­resistenter Pflanzen mit neuen Gentechniken und welche Vorteile bieten andere Ansätze?

    Titel GID 255

  • Mexikos Bäuer*innen gegen die Macht von Saatgut-Multis

    Von
    10. November 2020

    Am 1. Juli 2020 ist das Handelsabkommen zwischen Mexiko, den USA und Kanada (T-MEC) in Kraft getreten. Ein Bündnis aus über 80 zivilgesellschaftlichen Gruppen und 185 Einzelpersonen fordert nun Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador in einer Petition auf, ein Dekret für ein gentechnikfreies Mexiko zu erlassen.

  • Klimaextreme: Systemanpassung statt Techno-Fixes

    Trockenheit
    Von
    9. November 2020

    Veränderungen in Witterung und Klima wurden in den letzten drei Jahren immer schneller, größer und unberechenbarer. Anpassungssysteme zu finden, die Risiken durch den Klimawandel minimieren,  ist deshalb existenziell.

  • Wem gehört unser Salat?

    Von
    13. August 2020

    Das Europäische Patentamt (EPA) erteilte – auch nach der Bestätigung des Verbots von Patenten auf herkömmlich gezüchtete Pflanzen – ein Patent auf Salat. Der Antrag zeigt exemplarisch, wie Fachanwälte von großen Saatgutunternehmen versuchen, aus klassischen Zuchtmethoden gezielt technische Verfahren zu machen.

  • Keine Patente! – Oder doch?

    Von
    13. August 2020

    Es darf keine Patente auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlichen Zuchtverfahren geben. Das hat die Große Beschwerdekammer am 15. Mai 2020 bestätigt. Das Gen-ethische Netzwerk hat dieses Urteil zusammen mit der internationalen Koalition „No Patents on Seeds!“ (NPOS) begrüßt.