Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Klimakrise: Schnelle Lösungen mit Gentechnik?

    Von
    GeN

    In einem Artikel im Verbandsmagazin "Bio Nachrichten" des Biokreis e.V. schreibt GeN-Mitarbeiterin Pia Voelker über neue Gentechnikverfahren wie CRISPR-Cas und das Vorhaben, damit klimastressresistente Pflanzen zu erzeugen.

  • Petition - Keine Patente auf Saatgut

    Barcode Keine Patente
    Von

    Agrarkonzerne lassen sich herkömmlich gezüchtetes Obst, Gemüse und Getreide wie Braugerste patentieren, obwohl dies im europäischen Patentrecht verboten ist. Ähnliche Patentanträge werden auch auf Tiere eingereicht. Konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere sind keine Erfindung! Damit die Agrarkonzerne nicht noch mehr Kontrolle über unsere Lebensmittel erlangen, müssen jetzt die bestehenden Verbote durchgesetzt werden!

  • Eizellspende muss verboten und Gentechnik reguliert bleiben!

    Das Reichstagsgebäude in Berlin
    Von
    GeN

    Der Koalitionsvertrag wird an vielen Stellen sehr konkret, beispielsweise in Bezug auf Reproduktionstechnologien – das begrüßen wir. Allerdings fehlen an anderer Stelle, beispielsweise zur Gentechnikregulierung, klare Bekenntnisse.

  • Mexiko: Gentechnisch veränderter Mais bleibt verboten

    Bunter Mais vor einem Maisfeld
    Von

    Der Oberste Gerichtshof in Mexiko erteilte im Oktober dem kommerziellen Anbau von gentechnisch verändertem Mais sowie mehr als 80 Pestiziden eine Absage. Damit weist er einen Einspruch zurück, der unter anderem von Agrarkonzernen wie Bayer und Syngenta erhoben wurde. Wird Mexiko also den Ausstieg schaffen?

  • Ungehörte Stimmen

    Ernte der Baumwollfrüchte

    Soziale Folgen werden im Diskurs um Gentechnik in der Landwirtschaft meist ausgeklammert. Dieser Artikel beleuchtet die Rolle der Frauen beim Anbau von gentechnisch veränderter Baumwolle im ländlichen Indien und versucht ihre Stimmen hörbar zu machen.