Ist es analytisch begründet und politisch sinnvoll, die neuen Möglichkeiten der Humangenetik und Reproduktionsmedizin sowie ihre gesellschaftliche Nutzung als „eugenisch“ zu charakterisieren?
„Eugenik“ dient heute als Kampfbegriff oft nur der Skandalisierung. Zur Beschreibung der normalisierten Praxis der pränatalen Diagnostik ist er ungeeignet. Ein Kommentar.
Heute gilt Eugenik vielen als rechts und unwissenschaftlich. In der frühen eugenischen Bewegung waren aber zu viele Sozialist/innen und Frauenrechtler/innen aktiv, um dieses Vorurteil aufrechtzuerhalten.