Beiträge zu diesem Thema

  • (Wieder) entdecktes Wissen

    Von
    10. Mai 2007

    Kurz vor der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Cancún, Mexiko, hatte die Diskussion über die Bedingungen des Zugangs zu genetischen Ressourcen und den damit assoziierten traditionellen Wissensformen und Praktiken indigener und ländlicher Gemeinschaften an Fahrt gewonnen. Dabei ist vor allem ein afrikanischer Vorschlag, lokales Wissen als geistiges Eigentumsrecht zu definieren, höchst kontrovers.

  • Von Patenten, Piraten und altem Pathos

    Der Widerstand der sich entwickelnden Länder und indigener Völker gegen das "Abkommen über handelsbezogene geistige Eigentumsrechte" der WTO (TRIPs) reißt nicht ab. Den Ländern wird zunehmend der Zugriff auf ihre Ressourcen verwehrt und sie versuchen, sich gegen Fälle von Biopiraterie zu wehren. Beim letzten TRIPs Council-Treffen Anfang Juni dieses Jahres wiederholten die Africa Group-Staaten ihre Bedenken zum TRIPs. Auch auf der WTO Ministerkonferenz in Cancun wurde kein Konsens von Industrienationen und entwickelnden Ländern bezüglich des Zugangs und der Nutzung biologischer Ressourcen gefunden.

  • Mobilisierung zum G8-Gipfel und gegen Biopiraterie

    Von
    9. Oktober 2006

    Wenn sich im Juni 2007 im Ostseebad Heiligendamm die Regierungschefs der G8-Staaten treffen, so wird deren Jahreskonferenz auch von Protesten aus der Zivilgesellschaft begleitet werden. Vielerorts steht das nächste Gipfeltreffen der G8 auf der Tagesordnung: In Umweltverbänden, entwicklungspolitischen Initiativen, linken und antirassistischen Netzwerken, Gewerkschaften, Parteien oder lokalen Anti-G8-Bündnissen.

  • "Es wurde nie gerecht geteilt"

    Von
    14. Februar 2005

    Der südmexikanische Bundesstaat Chiapas gilt als eines der artenreichsten Gebiete der Welt. Insbesondere der Vielzahl von Heilpflanzen in den chiapanekischen Regen- und Nebelwäldern gilt das Interesse von pharmazeutischen Unternehmen und Forschungsinstituten. Die mexikanische Regierung zeigt sich hier seit Jahren kooperativ; seit 2003 fördert sie zudem die Genomforschung an diversen mexikanischen Ethnien im Rahmen des Hap-Map-Projektes. Gegen die Liberalisierungspolitik organisiert sich seit mehr als zehn Jahren Widerstand in den indigenen Gemeinden. Der GID sprach im Dezember vergangenen Jahres mit Ana Valadez, Sprecherin der Dachorganisation indigener HeilerInnen und Hebammen Compitch, über Patente und Benefit Sharing, über politische Rahmenbedingungen in Mexiko und über die Folgen biotechnologischer Forschung für die auf der Nutzung von Heilpflanzen und traditionellen Heilmethoden basierende Gesundheitsversorgung in den chiapanekischen Gemeinden.