Auf nach Strasbourg: Demonstration gegen die Deregulierung von Neuer Gentechnik
Stoppen wir gemeinsam neue Gentechnik und Patente auf unseren Äckern und Tellern
Kurz vor der entscheidenden Abstimmung im Europaparlament lädt eine breite Koalition am 16.06 zur Demonstration gegen den völlig inakzeptablen Gesetzesentwurf zu Neuer Gentechnik ein. Auf nach Straßburg, um den Gesetzesentwurf zu stoppen und faire, transparente, demokratische und vorsorgliche Gentechnik-Regeln in Europa zu verteidigen.
Ein Trecker steht in Berlin vor dem Brandenburger Tor auf einer Wir haben es satt! Demonstration mit einem Banner von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.
Kurz vor der entscheidenden Abstimmung im Europaparlament lädt eine breite Koalition aus Bäu-er:innen, Züchter:innen, Verarbeitenden, Händler:innen, Imker:innen, Umweltschützer:innen, Menschen-rechtsorganisationen und Verbraucher:innen zur Demonstration gegen den völlig inakzeptablen Geset-zesentwurf zu Neuer Gentechnik ein.
WANN? 16. Juni 2026 von 8 bis 12 Uhr
WO? Vor dem Europäischen Parlament in Strasbourg, 1 All. du Printemps, Strasbourg, FR 67070
WARUM? Am 17. Juni 2026 wird das Europaparlament über die vorgeschlagene, völlig inakzeptable De-regulierung von Pflanzen abstimmen, die mit Neuer Gentechnik (NGT) hergestellt wurden.
Sollte dieses Gesetz verabschiedet werden, würden wesentliche EU-Sicherheitsvorkehrungen für knapp 90 Prozent aller zu erwartenden NGT-Pflanzen wegfallen. Das bedeutet: Keine verpflichtende Risikoprüfung für NGT-Pflanzen. Kein Schutz vor Gentechnik-Verunreinigungen und keine Haftungsregeln im Schadensfall. Keine verpflichtenden Nachweisverfahren. Keine Rückholbarkeit der NGTs aus der Um-welt. Keine Kennzeichnungspflicht vom Endprodukt und damit keine Wahlfreiheit für Verbraucher:innen. NGT-Pflanzen könnten ungewollt und unkontrollierbar in unser Saatgut, auf unsere Felder und in unsere Lebensmittel gelangen – ohne dass die Menschen davon wissen. Das missachtet das EU-Vorsorgeprinzip und die Rechte von Lebensmittelerzeugenden und Verbraucher:innen selbstbestimmt zu entscheiden, was sie anbauen und essen.
Zudem würde das Gesetz den Weg ebnen für eine neue Patentflut auf Saatgut. Bäuer:innen und Saat-gutzüchter:innen würden einem massiven Risiko von Patentklagen, rechtlichen Drohungen und der Ab-hängigkeit von multinationalen Gentechnik-Konzernen ausgesetzt. Die vielfältige Züchtung und Unabhän-gigkeit Europas wären bedroht. Deshalb sind Patente auf Saatgut, deren Produkte und genetische Eigen-schaften zu verbieten.
Wir fordern das Europaparlament auf, diesen gefährlichen Deal ab-zulehnen und gegen den Gesetzesvorschlag zu stimmen.
Die Menschen haben das Recht zu wissen, was in ihren Lebensmitteln enthalten ist. Züchter:innen, Bäu-er:innen und Verarbeiter:innen – ob konventionell oder biologisch – müssen das Recht und die Möglich-keit behalten, gentechnikfreies Saatgut und Lebensmittel zu erzeugen. Patente auf Leben sind zu verbie-ten. Das EU-Vorsorgeprinzip ist zu sichern.
Auf nach Straßburg, um den Gesetzesentwurf zur Deregulierung von Neuen Gentechnik-Pflanzen zu stoppen und faire, transparente, demokratische und vorsorgliche Gentechnik-Regeln in Europa zu vertei-digen.
Wer ruft auf? AbL e.V. - Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Agroecology Greece, Aktions-bündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Baden-Württemberg, Amis de la Terre France, Arche Noah, ARI, Assoziation ökologischer Lebensmittelherstellerinnen und -hersteller (AöL) e.V., Bee Life, Bund für Um-welt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND); Bündnis für eine agrogentechnikfreie Region (um) Ulm; Bündnis für eine gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft in Bayern; Bündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Centro Internazionale Crocevia, Collectif des Fau-cheurs Volontaires d'OGM (FV), Coordination gegen BAYER-Gefahren, Corporate Europe Observatory (CEO), Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt e.V., Deutscher Naturschutzring (DNR), Die Freien Bäcker - Zeit für Verantwortung e.V., Dreschflegel e.V., European Coordination Via Campesina (ECVC), Fédération Nature & Progrès, FIAN Deutschland e. V., FUGEA, Gen-ethisches Netzwerk e.V., GIET - Groupe Intertnational d'Études Transdisciplinaires, Grüne Liga e.V., Interessengemeinschaft für gen-technikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut), Interessengemeinschaft gegen Nachbaugebühren, junge AbL, Junges Bioland e.V.; Kokopelli, Kultursaat e.V., Li Mestère, Mondeggi bene comune fattoria senza padroni, Netzwerk Ernährungsräte (GNFPC); Netzwerk solidarische Landwirtschaft e.V.; NEULAND e.V., Odin, OGM dangers, Pollinis, Rapunzel Naturkost GmbH & Co, Réseau Semences Paysannes, Sachsen-gentechnikfrei, Sambucus e.V., Save Our Seeds, SITO seeds, Slow Food Deutschland, Stiftung GEKKO, The Southern Lights, Union Nationale de l'Apiculture Française, Verein für gentechnikfreie Lebensmittel (Le-bensmittelschutz), Verein Gen Au Rheinau, Zukunftsstiftung Landwirtschaft.
Weitere Unterzeichner:innen sind willkommen!
V.i.S.d.P. und weitere Informationen: Annemarie Volling, AbL e.V. volling@abl-ev.de.
Judith Düesberg ist Ökologin und Mitarbeiterin des GeN.
Kontakt im GeN:
Judith Düesberg
Judith.dueesberg@gen-ethisches-netzwerk.de