Auf großer Bühne – und dahinter
Wie Abtreibungsgegner*innen das Thema Leihschwangerschaft instrumentalisieren
Am 19. September veranstalteten AbtreibungsgegnerInnen in Berlin und Köln wieder den sogenannten „Marsch für das Leben“ – und nahmen dieses Mal Leihschwangerschaft in den Fokus. Auch wenn ihr Aufgebot auf den Straßen weiterhin skurril anmutet, ist fernab der Bühnen gefährlich viel Bewegung zu beobachten.
Ein Teilnehmer in Köln trägt ein Schild für den sogenannten „Lebensschutz“. Der Begriff bietet einen Raum für Allianzen von radikalen ChristInnen, (extrem) Rechten, aber auch verschwörungsideologischen Milieus. Sie einen Antifeminismus und Wissenschaftsfeindlichkeit. Foto: Lina Dahm / Flickr
„Wenn wir über Leihmutterschaft reden, dann lesen wir in den Schlagzeilen viel von Babyglück. Babyglück im Hause Streeck, Babyglück im Hause Spahn. […] Das ist kein Babyglück, das ist ein Albtraum,“ rief Cornelia Kaminski von der großen Bühne am Berliner Hauptbahnhof. Kaminski ist Bundesvorsitzende der in Deutschland vermutlich mitgliederstärksten „Lebensschutz“-Organisation Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) und ihr Publikum reagierte mit zustimmenden Rufen der Empörung und Applaus für ihre großen Worte.
Der Skandal um den CDU-Politiker Jens Spahn hatte im Sommer die Gemüter des ganzen Landes erhitzt: Wie im Juli bekannt wurde, hatte Spahn entgegen der Parteiposition – und auch entgegen seiner eigenen bisherigen Äußerungen zum Thema – gemeinsam mit seinem Partner mittels einer Leihschwangerschaft eine Familie gegründet. Inzwischen hat er sein Amt als CDU-Fraktionsvorsitzender niedergelegt, wobei ihm vor allem die offenkundige Doppelmoral zum Verhängnis wurde.
In der CDU/CSU ist das Thema Leihschwangerschaften wieder von der großen Bühne verschwunden, in der „Lebensschutz“-Bewegung ist es seit Juli jedoch ein Dauerbrenner und bestimmte die Newsletter, Zeitschriften und Blogs vom Bundesverband Lebensrecht (BVL), seinen 16 Mitgliedsorganisationen – allesamt Anti-Abtreibungsorganisationen – und vielen AkteurInnen der Bewegung. Der BVL, der die „Märsche für das Leben“ ausrichtet, formulierte schon im Juli in einer Pressemitteilung: „Der Bundesverband Lebensrecht fordert eine klare Gesetzgebung nach dem Vorbild Italiens, die diese Form des Kinderhandels und der Ausbeutung von Frauen vollständig verbietet und auch keine Schlupflöcher für den Import gekaufter Kinder zulässt.“ In Italien steht seit Oktober 2024 auch die Inanspruchnahme von Leihschwangerschaften im Ausland unter Strafe, die Anerkennung der Elternschaft ist im Anschluss nahezu unmöglich. Was Konservative, die das italienische Modell auch für Deutschland fordern, in der Regel nicht dazu sagen: Schlupflöcher gibt es durchaus, allerdings nicht für schwule Paare. Selbst mit einer ausländischen Geburtsurkunde, in der sie bereits als Eltern eingetragen sind, ist bei zwei cis Männern weiterhin nachvollziehbar, dass keiner von ihnen das Kind zur Welt gebracht haben kann. Heterosexuelle Paare können die Art ihrer Familiengründung hingegen deutlich einfacher verschleiern.
Auf der Bühne in Berlin legte Cornelia Kaminski noch mal eine Schippe drauf: „Es reicht nicht, wenn wir in Deutschland ein Leihmutterschaftsverbot haben und dann Leute mit viel Geld hergehen und sagen, das umgehe ich. […] Wir haben hier in Deutschland eine ganz besondere Verantwortung. Wir wissen sehr genau, was es heißt, wenn die Menschenwürde mit Füßen getreten wird, wenn wir sagen ‚Du hast Respekt verdient, aber du nicht‘. […] Deswegen fordern wir: Deutschland muss sich an die Speerspitze einer Bewegung stellen, die international Leihmutterschaft verbietet. Wir brauchen einen internationalen Bann für dieses Verbrechen!“ Nach diesem impliziten moralischen Verweis auf das „Nie wieder“, das sich aus den Verbrechen der NS-Euthanasie und der Shoah speist, legte die Abtreibungsgegnerin Kaminski den Fokus ihrer Rede auf das Un- bzw. Neugeborene. Dies habe im Gegensatz zu seiner Mutter keinen Vertrag unterschrieben und sei nicht gefragt worden, ob es einverstanden sei, „seine Mutter nie wiederzusehen“ und „seine Eltern, seine richtigen biologischen Eltern“ und „seine Herkunft“ nicht zu kennen. Deshalb müsse gelten: „Erst das Kind“.
Die Schmutzkampagne schon geprobt
Mit einem Seitenhieb auf „eine gescheiterte Richterin am Bundesverfassungsgericht“ stellte Kaminiski in ihrer Rede zu Leihschwangerschaften einen Bezug zu der Schmutzkampagne gegen Frauke Brosius-Gersdorf her, die als Richterin für das Bundesverfassungsgericht nominiert gewesen war. Im Sommer des Vorjahres verbreitete eine Allianz aus christlich-fundamentalistischen AkteurInnen professionell orchestriert Lügen und Verleumdungen über Brosius-Gersdorf, um Druck auf Bundestagsabgeordnete zu machen, deren Kandidatur die Unterstützung zu entziehen. Schließlich stoppte Brosius-Gersdorf ihre Kandidatur selbst. An diesem zutiefst undemokratischen Vorgang war die „Lebensschutz“-Bewegung maßgeblich beteiligt. Der BVL resümierte, man sei aufgrund von Brosius-Gersdorfs Position zu Leihschwangerschaft „umso dankbarer“, dass eine andere Kandidatin ins Amt gewählt wurde.
Was hier so passiv daher kommt, ist jedoch als Signal an die eigene Zielgruppe zu werten: Seht her, unsere Arbeit ist erfolgreich! Diesen Erfolg wird die Bewegung auch zu anderen Themen wiederholen wollen: ALfA hatte bereits im März eine Veranstaltung mit dem Titel „Kinder und Kommerz – Das Geschäft mit Leihmutterschaft und Kinderwunsch“ ausgerichtet. Sie gab den Anschein eines medizinischen Fachkongresses, aber auch hier wurden massiv Fehlinformationen, antifeministische Ressentiments sowie trans- und homofeindliche Hetze verbreitet bis hin zu wilden Verschwörungsmythen über den Handel mit Babys als Organlieferant*innen. Die Bewegung versucht seit Jahren, neben ihrem Hauptthema Schwangerschaftsabbruch andere medizinethische Themenfelder zu bearbeiten, die im öffentlichen Diskurs eher brach liegen. Neben Leihschwangerschaft sind das Reproduktionstechnologien, „Transhumanismus“ und Sterbehilfe bzw. assistierter Suizid, wo sich die AkteurInnen der Bewegung als einzig hörbare zivilgesellschaftliche Stimme anzubieten und dadurch die Meinungsbildung zu beeinflussen versuchen.
Kirchen gehen auf Abstand – Rechte rücken zusammen
Die Erfolge und Bemühungen der Anti-Abtreibungs-Bewegung haben sich am 19. September allerdings weder in Köln noch in Berlin in eine Massenmobilisierung übersetzt. Zu den „Märschen für das Leben“ des BVL kamen ungefähr ähnlich viele Teilnehmende wie im Vorjahr: rund 2.000 in Berlin und 1.700 in Köln. Damit blieben die Zahlen deutlich hinter den Ankündigungen der VeranstalterInnen und dem Höhepunkt der Mobilisierung im Jahr 2016 mit etwa 5.000 Teilnehmenden zurück. Überraschen dürfte das – auch in der eigenen Bewegung – niemanden.
Die Amtskirchen nehmen mit jedem Jahr mehr Distanz zu der Veranstaltung und ihren ProtagonistInnen ein. Während aus dem Protestantismus von Anfang an lediglich die Gemeinden außerhalb der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), also evangelikale und freikirchliche Gruppen, die Bewegung unterstützten, ist das Mobilisierungspotenzial bei der Katholischen Kirche wesentlich verfestigter. Doch es schwindet: Über die Jahre wurden der Bewegung für ihre Abschlussgottesdienste immer wieder die Kirchen entzogen, die Grußworte und Teilnahmen von Amtsträgern nahmen ab. 2023 forderte der katholische Jugendverband BDKJ des Erzbistums Köln die Gläubigen offiziell dazu auf, nicht am „Marsch für das Leben“ teilzunehmen, da sich dieser einer wiederkehrenden frauenfeindlichen Rhetorik bediene und seine OrganisatorInnen sich nicht ausreichend von der extremen Rechten abgrenzten.
Für die „Lebensschutz“-Bewegung, die jedes Jahr die wenigen verbleibenden Bischöfe und Würdenträger einzeln namentlich begrüßt, ist diese Entwicklung frustrierend und bedrohlich. Die extrem rechte Wochenzeitung Junge Freiheit – das wohlwollend gesinnte Haus- und Hofblatt der Bewegung – beklagte in ihrer Vorberichterstattung, dass die katholische Unterstützung zu leise sei und der „Lebensschutz“ zu verstummen drohe. 2026 hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Heiner Wilmer zwar ein Grußwort geschickt, doch heißt es darin: „Wer menschliches Leben schützen will, kann nicht gleichzeitig Menschen gegeneinander ausspielen, ausgrenzen oder ihre Würde relativieren.“ Mit dieser Unterstützungserklärung, die explizit eine solidarische Gesellschaft fordert und implizit die HetzerInnen und RassistInnen zurückweist, hat er nun einige extrem rechte AkteurInnen und ihre SympathisantInnen gegen sich aufgebracht: Das Grußwort sei vergiftet.
Wenngleich die AfD immer noch keine führenden FunktionärInnen für die Anti-Abtreibungs-Bewegung stellt, so hat der diesjährige „Marsch für das Leben“ – wie zu erwarten war – gezeigt, dass das Personal der extrem rechten Partei dennoch Teil der Bewegung ist: So konnten Martin Hohmann (ehemals CDU), Julian Adrat, Martin Kohler und zahlreiche weitere Abgeordnete und Mitglieder, insbesondere aus der Berliner AfD, unter den Demonstrierenden identifiziert werden. Hinzu kommen u.a. Mitglieder der extrem rechten Jugendbewegung „Patriotische Bewegung“, rechte MeinungsbildnerInnen wie die antifeministische Publizistin Birgit Kelle und die rechten Streamer Stefan Böhlke und Marcel Häusler sowie Geistliche der katholisch-fundamentalistischen Pius-Bruderschaft, darunter etwa der Berliner Pater Mike Seifritz.
Doch es sind nicht nur personelle, sondern vor allem inhaltliche Schnittmengen, die extrem rechte Kreise in der „Lebensschutz“-Bewegung finden. Die Angst vor einer demografischen Krise – aus der (extreme) Rechte gerne antifeministische, queerfeindliche und rassistische Bevölkerungspolitiken ableiten – zog sich bei den diesjährigen Märschen in Berlin und Köln auch latent durch: „In unserer Gesellschaft gibt es sehr bedenkliche Trends. Wir haben eine Vereinzelung, wir haben Einsamkeit, wir haben instabile Beziehungen, wir haben Zukunftsängste. Und ganz neu: Zum ersten Mal sinkt der Kinderwunsch junger Menschen, weil sie Angst haben. Sie haben Angst vor der Zukunft“, machte Alexandra Maria Linder vom BVL bei der Auftaktkundgebung in Berlin ihren Rundumschlag der Kulturkritik. Die Nähe zu rassistischen Narrativen vom „Großen Austausch“ und dem daraus abgeleiteten Programm der „Remigration“ ist eine Sollbruchstelle für Christ*innen, denen doch jedes Leben wertvoll sein soll. Die Wut über „das vergiftete Grußwort“ der DBK speist sich genau aus diesem Konflikt – aus dem Kulturkampf, der innerhalb der Gemeinden und hinter den Bühnen ausgetragen wird.
Selbstvergewisserung und Gegenmobilisierungen
Das Bühnenprogramm der Märsche blieb dieses Jahr denn auch eher zahm und bediente die üblichen Argumentations- und Emotionalisierungslinien: Weder in Berlin noch in Köln kamen überraschende RednerInnen oder wurden besonders provokante Reden geschwungen. Der BVL präsentierte in beiden Städten einen üblichen Mix aus gestandenen ExpertInnen aus den eigenen Reihen wie Cornelia Kaminski, politischer C-Prominenz wie dem ehemaligen „Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen“, Hubert Hüppe (CDU) und den obligatorischen RepräsentantInnen für die Jugendlichkeit der Bewegung und ihrer internationalen Vernetzung.
Es blieb der Eindruck einer Veranstaltung, aus der schon seit Jahren die Luft raus ist: Die Außenwirkung war gering. Es überwogen eine ritualisierte Selbstvergewisserung, die sowohl Slogans und Erscheinungsbild – die immergleichen lächelnden Babyfotos mit positiven Messages oder die surrealen Fötenbilder mit mahnenden Worten – als auch das religiöse Bekenntnis mit Rosenkranz-Beten und Marienstatuen-Rumtragen umfasste. Passant*innen schienen eher irritiert oder verstört.
Die Gegenproteste waren wie immer deutlich seh- und hörbar. Allerdings hinderte sie dieses Jahr ein besonders großes Polizeiaufgebot an der direkten Konfrontation mit den AbtreibungsgegnerInnen. An Kundgebungen und Protesten beteiligten sich in beiden Städten einige Hunderte, aufgerufen hatten unter anderem das Bündnis „What The Fuck?!“, das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, die Doctors for Choice und einige andere Gruppen. Den Gegendemonstrationen, die es auch schon seit 2009 gibt, ist es maßgeblich zu verdanken, dass die reaktionären Inhalte der „Lebensschutz“-Bewegung auch in kritischer Berichterstattung thematisiert werden und Akteur*innen in Politik, Kirche und Gesellschaft in die nötige Distanz gehen. So skurril und hinterwäldlerisch die christlichen FundamentalistInnen auch wirken mögen – die problematischen, antifeministischen Inhalte der Bewegung und ihre Überschneidungen in antidemokratische Milieus sollten nicht unwidersprochen auf der Straße oder der großen Bühne präsent sein.
Leise Professionalisierung und bessere Vernetzung
Doch abseits der großen Anti-Choice-Märsche findet eine beunruhigende Entwicklung statt: Die schnell voranschreitende Professionalisierung und Internationalisierung der Bewegung trägt inzwischen Früchte. So gab es dieses Jahr begleitend zum Marsch das in Berlin stattfindende Treffen des Anti-Choice-Netzwerks „Heartbeat International“. Der Präsident von Heartbeat International Jor-El Godsey trat beim Marsch als prominenter Redner auf. Auf dem internen Treffen vernetzten sich immerhin mehrere Dutzend (mutmaßliche) Berater*innen und Engagierte aus mehreren europäischen Ländern. Bei der Organisation handelt es sich um ein 1979 in den USA gegründetes christliches Netzwerk von Anti-Abtreibungsorganisationen, die sogenannte „Crisis Pregnancy Centers“ betreiben. Anders als der Name vermuten lässt, bieten diese Einrichtungen Schwangeren in Krisen keine seriöse Unterstützung an. Vielmehr versuchen sie, ungewollt Schwangere durch psychischen Druck und die Verbreitung medizinischer Fehlinformationen dazu zu bewegen, ihre Schwangerschaft unbedingt fortzusetzen. Das Heartbeat-Netzwerk unterstützt diese Einrichtungen mit rechtlichem Know-how und Trainings für MitarbeiterInnen. Auch in Deutschland gab und gibt es Einrichtungen, die suggerieren, seriöse Schwangerschaftskonfliktberatung zu leisten – tatsächlich aber weder ergebnisoffen beraten noch den für einen Abbruch nötigen Beratungsschein ausstellen.
Die Trägerorganisationen dieser Beratungsstellen in Deutschland – ALfA mit der Beratungshotline „VitaL“, KALEB e. V. und Profemina International GmbH Sozialunternehmen – sind auf den Märschen auch mit Infoständen vertreten und teilweise im BVL organisiert. Profemina betreibt mit corrigenda* ein eigenes Onlinemagazin, dessen Zielgruppe weit über die eigene Bewegung hinaus in die Neue Rechte reicht. Der Geschäftsführer von Profemina Kristijan Aufiero wurde schon zwei Mal als Sachverständiger von der AfD-Fraktion in den Bundestag eingeladen: 2025 in den Rechtsausschuss und im April 2026 in den Gesundheitsausschuss zur Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen.
Profemina gegen pro familia?
Die AfD hatte zuletzt mit einem Antrag im Bundestag für Aufregung gesorgt: Der Deutsche Bundestag möge die Bundesregierung auffordern, „laufende sowie zukünftige Zahlungen an pro familia für Zwecke der Schwangerschaftskonfliktberatung umgehend einzustellen“, weil „diese Organisation nach ihrer eigenen Programmatik und ihren Verlautbarungen nicht die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Grundeinstellung besitzt, die eine Beratung zum Schutz des ungeborenen Lebens gewährleistet.“ Als Belege werden drei nicht überprüfbare Erlebnisberichte von angeblichen ehemaligen Klientinnen von pro familia angegeben, die Profemina, also die Organisation von Kristijan Aufiero, erhalten habe.
Dass sich diese Beratungsstellen, die nicht ergebnisoffen im Sinne der Beratungsnehmenden handeln und keinen in der gesetzlichen Regelung vorgesehenen Beratungsschein ausstellen, nun über Heartbeat International weiter länderübergreifend vernetzen und fortbilden, ist bedenklich. Gerade im Kontext des weltweiten Aufschwungs der extremen Rechten und der Wahlsiege der AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sollte genau hingesehen werden, wenn die AfD sich als Teil der „Lebensschutz“-Bewegung zeigt und sich ihr als parlamentarischer Arm anbiedert. Dass die Teilnehmendenzahlen bei den Märschen weiter sinken und die Kirchen – auch in den eigenen Reihen – immer klarer Kante gegen rechts zeigen, kann nur kurzzeitig über die beunruhigenden Erfolge der „Lebensschutz“-Bewegung und ihrer parlamentarischen FürsprecherInnen hinwegtrösten.
Eike Sanders ist freie Bildungsreferentin und Autorin zum Thema Geschlecht und extreme Rechte. Sie hat u.a. gemeinsam mit Sasha Kirsten Achtelik und Ulli Jentsch 2018 das Buch „Kulturkampf und Gewissen. Medizinethische Strategien der ‚Lebensschutz‘-Bewegung“ im Verbrecher Verlag veröffentlicht.