„Synthetische Biologie‟ - künstliches Leben: Was kommt auf uns zu & was tun wir?
Verbände veranstalten am Freitag, 21. Oktober 2011 (10 bis 16:30 Uhr) gemeinsam eine Tagung zur Synthetischen Biologie.
Ort: Kulturinitiative im Anthroposophischen Zentrum Kassel e.V., Wilhelmshöher Allee 261, 34131 Kassel. Online-Straßenkarte
Programm und Anmeldung: http://gen-ethisches-netzwerk.de/files/1110Tagung… (direkter Link, pdf-Dokument, 126 KB)
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft - AbL, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft - BÖLW, Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland - BUND, Institut für Kirche und Gesellschaft, Interessengemeinschaft gegen Nachbaugebühren, Gen-ethisches Netzwerk - GeN, Ökologischer Ärztebund
„Synthetische Biologie“ - künstliches Leben: Was kommt auf uns zu & Was tun wir?
Kann man künstliches Leben schaffen? Was ist der Stand der Forschung? Wer entscheidet über die Konstruktion zukünftiger Lebensformen? Wo liegen die Risiken? Wird unsere Vorstellung vom Leben verändert? Wie lassen sich die Eigendynamik und Evolutionsfähigkeit der biologischen Vielfalt schützen? Existieren gesetzliche Regelungen?
Diese Fragen wollen wir auf einer gemeinsamen Tagung mit Fachleuten beleuchten und diskutieren. Experten informieren über den aktuellen Sachstand aus wissenschaftlicher und ethischer Perspektive sowie über die aktuellen Entwicklungen in der EU und auf internationaler Ebene.
‚Synthetische Biologie’ verfolgt ein Konzept, nach dem biologische Systeme künstlich konstruierbar sind. Künstliche Gene werden im Labor synthetisiert, um so völlig neue Möglichkeiten zur Bildung erwünschter Eigenschaften und Produkte zu schaffen. 2010 wurde der Öffentlichkeit erstmals ein vermehrungsfähiger Organismus mit synthetischem Erbgut präsentiert. Die diskutierten Einsatzmöglichkeiten der 'Synthetischen Biologie' reichen von der Medizin, der Landwirtschaft und Energieerzeugung bis zur Herstellung von Biowaffen.
Was heißt das für die Zukunft? Sind künftig gänzlich neue Organismen vom Reißbrett zu erwarten? Der Eintrag von synthetisch hergestellten Genen und entsprechenden Organismen in die Umwelt ist wahrscheinlich, doch die Auswirkungen einer Verbreitung synthetischer Gene oder Organismen in der Umwelt lassen sich nicht abschätzen. Auch, weil künstliche Gene, die im Labor für bestimmte Zwecke konstruiert wurden, in Wechselwirkung mit der Umwelt oder mit anderen Genen zu neuen, unvorhergesehenen Eigenschaften führen können.
Wie gehen wir mit diesen Risiken um und was tun wir?
Programm:
10:00 Uhr Kaffee und Ankommen
10:30 Uhr Begrüßung, Einführung ins Seminar
10:45 Uhr Prof. Dr. Nediljko Budisa, AK Biokatalyse, TU Berlin, Institut für Chemie Synthetische Biologie: Kann die Wissenschaft neues Leben erschaffen?
12.00 Uhr Mittagspause
13.00 Uhr Dr. Oliver Müller, Universität Freiburg, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin - Ethische Aspekte der Synthetischen Biologie
14.15 Uhr Kaffeepause
14.45 Uhr Dr. Christoph Then, Testbiotech, München - SynBio: Wie gehen wir mit den Risiken um?
16.00 Uhr Abschlussdiskussion / Podium
16.30 Uhr Ende der Veranstaltung
Weitere Informationen:
Gen-ethischer Informationsdienst - GID spezial (Dezember 2010) Synthetische Biologie http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/spezial/…
Aufruf zum Schutz der Umwelt vor künstlichen Organismen
Das GeN unterstützt den von Testbiotech initiierten Aufruf zum Schutz der Umwelt vor künstlichen Organismen. Die Unterzeichner halten eine breite politische und gesellschaftliche Debatte über die Synthetische Biologie für unabdingbar, bevor Fakten geschaffen oder politische Entscheidungen getroffen werden.
Sie haben Interesse teitzunehmen? Lassen Sie es uns wissen: http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/contact, Tel.: 030/6857073 oder Fax: 030/6841183.