Zeitreise - 25 Jahre Gen-ethisches Netzwerk e.V.
In diesem September jährte sich die Gründung des GeN zum 25sten Mal. Aus diesem Anlass starten wir eine Zeitreise durch 25 Jahre Geschichte gentechnikkritische Bewegung.
Vor 25 Jahren wurde das Gen-ethische Netzwerk e.V. gegründet.
Was passierte in dieser Zeit? Was verbinden Sie mit dieser Zeit? Schreiben Sie uns über persönliche Erfahrungen. Welche Erinnerung haben sie an 25 Jahre Bewegungsgeschichte? Was waren die Hauptereignisse, Erfolge, Nebenschauplätze und Anekdoten? Sie haben Bilder zur Kritik an Gentechnik und Reproduktionstechnologien aus den letzten 25 Jahren? Auch über die Zusendung von Bildern freuen wir uns sehr. Sie bekommen sie - wenn Sie wollen - selbstverständlich zurück. Chronik der Gentechnik-kritischen Bewegung
Fünfundzwanzig Jahre GeN ergibt fünfundzwanzig Probeabos des GID.
Wir suchen neue Abonnenten und Abonnentinnen. Verschenken Sie für jemanden aus Ihrem Umfeld ein Probeabo. Telefon Geschenk-Hotline: 030/685 70 73. Nicht vergessen: Wir benötigen Ihre Telefonnummer für Rückruf, ggf. Ihre Adresse (für ein Dankeschön) und die Adresse von dem oder der Beschenkten. Oder schriftlich an Gen-ethisches Netzwerk, Brunnenstraße 4, 10119 Berlin, eMail: (via Kontaktformular) http://gen-ethisches-netzwerk.de/kontakt, Fax: 030/6841183 (Stichwort „Jubiläumsabos“).
Denen, die uns unterstützen möchten kann auch geholfen werden:
www.gen-ethisches-netzwerk.de/spenden-foerdern
VIELEN DANK !
... und von uns für Sie gibt es anlässlich des Jubiläums den kompletten aktuellen GID online - kostenlos und frei verfügbar unter www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/207!
24./26. August | 9. September | 13./22. September | 15./20. September | Chronik der Gentechnik-kritischen Bewegung
Termine zum Jubiläum
24. August, 19:30 Uhr Jäger und Sammler. DNA-Sammelwut und internationale Vernetzung polizeilicher Datenbanken Infoabend anlässlich der Vernetzung der DNA-Datenbanken der europäischen Polizeien mit verschiedenen Gästen.
26. August, 12 Uhr Aktion: EU-Datensammelwut versenken! vor der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin.
9. September, 19 Uhr Das GeN in Aktion: Wo wir stehen und was wir wollen! Infoabend und Gespräch mit den MitarbeiterInnen des GeN bei Brezeln und Wein
13./22. September „Der Pannwitzblick“ (Dokumentarfilm von 1990, Regie: Didi Danquart) Filmabend mit Gespräch. Zu dem Termin am 22. September haben wir den Aktivisten der Krüppelbewegung Udo Sierck eingeladen. Er ist selbst Protagonist in dem Film.
15./20. September „Michael Clayton“ (Thriller von 2007, Regie: Tony Gilroy) Filmabend mit Gespräch
25 Probeabonnements | Termine zum Jubiläum | 24. August | 9. September | 13./22. September | 15./20. September | Chronik der Gentechnik-kritischen Bewegung
+++ Chronik der Gentechnik-kritischen Bewegung
Um Mithilfe wird gebeten! Schreiben Sie uns über persönliche Erfahrungen. Welche Erinnerung haben Sie an 25 Jahre Bewegungsgeschichte? Was waren die Hauptereignisse, Erfolge, Nebenschauplätze und Anekdoten? Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten Beiträge von Freundinnen und Freunden des GeN, von MitarbeiterInnen und von NutzerInnen unserer Website hier veröffentlichen. Sie haben Bilder zur Kritik an Gentechnik und Reproduktionstechnologien aus den letzten 25 Jahren? Auch über die Zusendung von Bildern freuen wir uns sehr. Sie bekommen sie - wenn Sie wollen - selbstverständlich zurück. Wenn Sie sich beteiligen wollen, nutzen Sie bitte das Kontaktformular unter http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/contact oder schreiben Sie an das Büro des GeN, Brunnenstraße 4, 10119 Berlin, Tel.: 030/6857073, Fax: 030/6841183.
Chronik: 2010 | 2005 | 2000 | 1995 | 1990 | 1986
2013
Erstmalig seit 1990 wächst auf keinem einzigen Acker in Deutschland eine gentechnisch veränderte Pflanze - weder im Versuch, noch versuchsweise.
2011
Das GeN feiert 25-jähriges Jubiläum!
2010
2005
2000
Die Umweltorganisation Greenpeace deckt auf, dass das Europäische Patentamt (EPA) in München ein Patent auf gentechnisch manipulierte Embryonen erteilt hat.
1999
Das Frauenforum Fortpflanzungsmedizin ReproKult wird von Frauen aus verschiedensten Organisationen wie etwa dem Hebammenverband, dem Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik und dem Gen-ethischen Netzwerk gegründet und kritisiert aus feministischer Perspektive einige Jahre lang Entwicklungen rund um In-vitro-Fertilisation (IVF), Präimplantationsdiagnostik (PID), Pränataldiagnostik (PND), Embryonen- und Stammzellforschung und Klonen.
1998
1997
1996
1995
- Der Kongress „geGEN - für gentechnikfreie Landwirtschaft‟ des Gen-ethischen Netzwerk in Friedberg/Wetterau bei Frankfurt findet statt. Den Text der Wetterauer Erklärung finden Sie hier.
Chronik: 2010 | 2005 | 2000 | 1995 | 1990 | 1986
1994
- In Deutschland wird eine Koordinationsstelle gegen die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen getragen von vielen Initiativen und Einzelpersonen - eingerichtet. Sitz der Stelle ist das Gen-ethische Netzwerk (GeN) in Berlin. - Die „Internationale Initiative gegen die geplante Bioethik-Konvention und das Europäische Bioethische Netzwerk‟ wird gegründet. Die Initiative sorgt dafür, dass eine Übersetzung des Konvention-Entwurfs der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird. Kritisiert wird vor allem der Passus des Konventionstextes, in dem es um die Forschung an nicht-einwilligungsfähigen Menschen (Altersdementen, Komapatienten) geht.
1993
Die Anti-Freisetzungsinitiative „Arche GENoah‟ wird in Witzenhausen gegründet. In Deutschland beginnt eine breite Protestwelle gegen Freisetzungen und an vielen Freisetzungsorten gründen sich Bürgerinitiativen. - In Deutschland wird das Netzwerk "Kritische Information und Beratung zu Pränataldiagnostik" wurde 1994 in Frankfurt begründet. Beteiligt sind Menschen aus der Behinderten- und Frauenbewegung. Das Netzwerk wird zwei Jahre später umbenannt in „Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik‟. (Mehr dazu hier)
1992
Gründung der Initiative Kein Patent auf Leben.
1991
1990
- Erster Freisetzungsversuch in Deutschland. - In Deutschland entsteht die erste Freisetzungsinitiative „BürgerInnen beobachten Petunien‟ in Köln. Anlass ist die erste Freisetzung genmanipulierte Pflanzen in Deutschland durch das Kölner Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung (heute: Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung). - Ein breites Bündnis ruft die Kampagne „Kein Patent auf Leben‟ aus. Die Stelle wird zunächst beim Gen-ethischen Netzwerk in Berlin angesiedelt, später wird das Büro in München eingerichtet, wo auch das Europäische Patentamt residiert. - Im Oktober wird der Gesetzentwurf der CDU/FDP-Regierung für ein Embryonenschutzgesetz vom Bundestag angenommen – nach langen und zum Teil unversöhnlichen Auseinandersetzungen. Die grüne Partei war damals bspw. für ein vollständiges Verbot der medizinisch herbeigeführten Fortpflanzung, die SPD wollte sie bei Nicht-Verheirateten verbieten, und die PDS wollte die Eizellspende erlauben.
1989
- Am 16. Mai erteilt das Bundesgesundheitsamt die erste Genehmigung für eine Freisetzung einer gentechnisch veränderten Pflanze (eine gv-Petunie) in Deutschland. - Im November legt die EU-Kommission ein Forschungsprogramm mit dem Titel „Prädiktive Medizin“ auf, das erstmals explizit die Entwicklung von Gentests für weit verbreitete Erkrankungen fördern soll. Formuliert wird dabei unter anderem das Ziel einer „Verringerung der genetischen Belastung der menschlichen Population“ und die Notwendigkeit, „für genetische Erkrankungen besonders anfällige Menschen“ festzustellen. Die Kommission begegnet der Empörung über den eugenischen Ansatz des Programms mit einer Umbenennung in „Analyse des menschlichen Genoms“. - Parallel dazu reist der australische Utilitarist und Euthanasiebefürworter Peter Singer durch die Bundesrepublik, der das Lebensrecht von Menschen unter anderem von deren Fähigkeit abhängig macht, Bewusstsein zu entwickeln und zu artikulieren. Seine Auftritte werden von Protestierenden immer wieder gestört und teilweise verhindert.
1988
- In Deutschland wird die Kampagne „Essen aus dem Genlabor - Natürlich nicht!‟ ins Leben gerufen. Initiatoren der Kampagne sind über 40 Organisationen, Verbände und Umweltinitiativen. Sitz der Kampagnenstelle ist das Gen-ethische Netzwerk in Berlin. - Kritische Gruppen setzen ein EU-Moratorium für ein gentechnisch hergestelltes Rinderwachstumshormon (rBST) durch.
1987
1986
Gründung des Gen-ethischen Netzwerk.
1985
- Erste Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienst. GID Jahrgang 1985 komplett (direkter Link, pdf-Dokument, 1,4 MB). Die 0-Nummer, die erste Nummer des GID (direkter Link, pdf-Dokument, 144 KB). - In Deutschland erscheint das erste Heft der kritischen Zeitschrift E. coli-bri, die unter anderem von einigen Mitgliedern der „Hamburger Frauengruppe gegen Bevölkerungspolitik‟ herausgegeben wird. Auch die erste Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) erscheint. - In Bonn findet der erste Kongress "Frauen gegen Gentechnik und Reproduktionstechnik statt". Themen auf dem Kongress sind unter anderem Reproduktionstechnologien, die Frage nach Kinderwunsch und Unfruchtbarkeit, Kritik an der Humangenetik, vor allem im Hinblick auf den Nationalsozialismus. Drei Jahre später findet ein weiterer Kongress statt.
1984
FINRRAGE (Feminist International Network of Resistance to Reproductive and Genetic Engineering), das Feministische internationale Netzwerk des Widerstandes gegen Gen- und Reproduktionstechnologie, wird gegründet. In Deutschland wird in Essen das Gen-Archiv gegründet. Die Geschichte von FINRRAGE (in englischer Sprache).
1981
In der Dortmunder Westfalenhalle wird die bundesweite Auftaktveranstaltung zum von den Vereinten Nationen ausgerufenen Jahr der Behinderten von etwa 100 AktivistInnen der Krüppelbewegung mit Zwischenrufen und und Transparenten gestört. Ihr Protest richtet sich gegen eine fürsorgend-aussondernde und diskriminierende Behindertenpolitik.
1980
Beginn der feministischen Bewegung gegen Bevölkerungspolitik, Reproduktionstechnologie und Humangenetik. Unter anderem finden in Hamburg Aktionen gegen den Mediziner Hans Joachim Lindemann unter dem Motto „Den Bevölkerungsstrategen werden wir das Handwerk legen‟ statt. Lindemann war beteiligt an Sterilisationsversuchen sowohl in Deutschland als auch - im Rahmen internationaler bevölkerungspolitischer Sterilisationsprogramme - zum Beispiel in Kolumbien. Aus dem Bündnis entsteht die "Hamburger Frauengruppe gegen Bevölkerungspolitik".
1975
Konferenz von Asilomar, Kalifornien. Auf der Tagung erstellen Molekularbiologen ihre eigenen Sicherheitsrichtlinien für Arbeiten in der Gentechnik. Kurz darauf gründen die National Institutes of Health (NIH) in den USA das Recombinant DNA Advisory Committee (RAC) zur Erstellung der NIH-Richtlinien, in die die Ergebnisse der Asilomar-Konferenz einfließen. Die NIH-Richtlinien werden 1976 vorgelegt.
... und angeblich gab es auch davor schon Geschichten aus der Kritik an Gen-, Bio- und Reprotechnologien.
Chronik: 2010 | 2005 | 2000 | 1995 | 1990 | 1986
25 Probeabonnements | Termine zum Jubiläum | 24. August | 9. September | 13./22. September | 15./20. September | Chronik der Gentechnik-kritischen Bewegung
Eine andere Version eines Zeitstrahls findet sich auf den Seiten von newhope360.com. Die GMO timeline zeigt wichtige Marksteine in der Entwicklung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - in englischer Sprache.
Siehe auch www.gen-ethisches-netzwerk.de/953 und www.projektwerkstatt.de/gen/geschichte.htm.
Das GeN unterstützen.