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Gutachten zur EFSA

Werner Müller, international bekannter Experte in Sachen Risikoforschung an gentechnisch veränderten Organismen und langjähriger Mitarbeiter der österreichischen Umweltorganisation Global 2000, hatte pünktlich zu den Verhandlungen des Biosicherheits-Protokolls unter dem Dach der Vereinten Nationen, im vergangenen Mai in Bonn, ein Kurzgutachten vorgelegt. Dieses ist nun in deutscher Sprache unter dem programmatischen Titel „Die EFSA führt die europäische Kommission und die Öffentlichkeit über genetisch veränderte Organismen (GVO) in die Irre” veröffentlicht. Das Kurzgutachten (acht Seiten) findet sich zum Herunterladen auf den Internetseiten der Agrar-Gruppe von Attac Wuppertal, im Netz unter: www.jpberlin. de/attacwtal- agrar

Lebensmittelliste „ohne Gentechnik”

Die Verbraucherzentrale Hamburg und die Organisation für bewusstes Essen, Slowfood, hat eine Liste mit Lebensmitteln herausgegeben, die (Stand: Oktober 2008) Produkte aufzählt, die mit dem überarbeiteten Label „ohne Gentechnik” gekennzeichnet sind. Der Marktcheck belegt nach Ansicht der VerbraucherschützerInnen ein derzeit dürftiges Sortiment im Lebensmittelhandel. Die Liste findet sich auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.verbraucherzentrale-hamburg.de

Who owns Nature?

Die kanadische Nichtregierungsorganisation ETC Group hat einen Bericht zu der ständig wachsenden „Kommodifizierung des Lebens”, das heißt zu dem Prozess, dass immer häufiger Leben zur Ware wird, veröffentlicht. Auf gut 50 Seiten stellen die AutorInnen der Gruppe vier Sektionen vor, in denen dieser Prozess ihrer Meinung nach beobachtet werden kann: Agrar-Inputs (Saatgut, Dünger, Spritzmittel), Nahrung, Medizin und ein Bereich, den sie „Extreme Genetic Engineering and the Post-Petroleum Sugar Economy” (Extreme gentechnische Manipulation und die Post-Petroleum Zucker-Ära) nennen. Der Bericht „Who Owns Nature? - Corporate Power and the Final Frontier in the Commodification of Life” (= ETC Group Communiqué Nummer 100) steht in englischer Sprache im Netz zum Download bereit unter www. etcgroup.org

Patent on Hunger?

Greenpeace Deutschland hat einen Bericht mit dem Titel „Patent on Hunger? - A selection of recent patent applications in seeds, food and agrofuels and its possible implications on world food security” (Patente auf Hunger? - Eine Auswahl der jüngsten Patenterteilungen auf Saaten, Lebensmittel und Agrosprit und ihre möglichen Folgen für die globale Ernährungssicherheit.) herausgegeben. In der zehn Seiten umfassenden Darstellung werden unter anderem zwei neue Tendenzen beschrieben: Zum einen werden Patente zunehmend auch auf nicht gentechnisch veränderte Pflanzen, respektive das Saatgut beansprucht. Außerdem gibt es immer häufiger Patente, die „sich gleichzeitig auf die Bereiche der Lebensmittel-, Futtermittel- und Energieerzeugung erstrecken. Dabei werden alle möglichen Produktionsstufen und Verwendungen von den Ansprüchen umfasst.” Autoren des Berichtes sind Christoph Then und Ruth Tippe. Er steht auf den Seiten von Greenpeace zum Download bereit. In englischer Sprache mit deutscher Zusammenfassung. www.green peace.de/ patente > Publikationen

GID Meta
Erschienen in
GID-Ausgabe
191
vom Dezember 2008
Seite 59

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