Materialien

Polizeiliche DNA-Analysen

Die Rechtsberatungsbroschüre „Der polizeiliche Zugriff auf DNA-Daten: Strategien der Gegenwehr“ des GeN ist jetzt in aktualisierter Form kostenlos als PDF erhältlich. Dank Förderung durch die Wau Holland-Stiftung wird es sie auch bald kostenlos in gedruckter Form geben. Auch für Lai*innen verständlich wird erklärt, wie Betroffene am besten damit umgehen können, wenn die Polizei zur Speichelprobe auffordert, um DNA zu analysieren.
➤ Gen-ethisches Netzwerk Berlin e.V. in Kooperation mit der Roten Hilfe (2019): Der polizeiliche Zugriff auf DNA-Daten: Strategien der Gegenwehr, 52 Seiten. Die Broschüre kann heruntergeladen oder kostenlos als Printausgabe bestellt werden unter www.shop.gen-ethisches-netzwerk.de oder www.kurzlink.de/gid249_j

Neue Gentechnik – Die große Versuchung

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat die aktuelle Ausgabe ihres Magazins „Böll-Thema“ der Gentechnik gewidmet. Im Zentrum stehen die neuen Gentechnikverfahren, allen voran das beliebteste neue Werkzeug der Molekularbiolog*innen CRISPR-Cas.
➤ Heinrich-Böll-Stiftung: Neue Gentechnik – Die große Versuchung. Böll-Thema 19-2, 48 Seiten. Kostenfrei zum Herunterladen unter www.boell.de oder www.kurzlink.de/gid249_f

Regulierung neuer Gentechnik­verfahren

Der Bericht „Am I regulated?“ der Nichtregierungsorganisation Testbiotech analysiert die Regulierung von mit neuen gentechnischen Methoden veränderten Organismen in den USA. Im Zentrum stehen die Pflanzen, die nach Entscheidung der zuständigen US-Behörde nicht reguliert werden, obwohl sie zum Beispiel nach europäischem Recht eindeutig in den Rechtsrahmen der Gentechnikgesetze fallen würden. Testbiotech zeigt wo die Haken des US-amerikanischen Ansatzes sind.
➤ Testbiotech (2019): Am I regulated? Neue Gentechnik an Pflanzen: Probleme mangelnder Regulierung am Beispiel der USA. 27 Seiten. Der Bericht steht zum kostenfreien Download bereit: www.testbiotech.de/node/2347

Handreichung zum Bluttest

Unter dem Motto Down ist in – nicht out! hat die Lebenshilfe eine Kampagne gegen den pränatalen Bluttest auf Trisomien gestartet: Es gibt unter anderem eine Handreichung mit Fragen und Antworten für die Argumentation, den Vorschlag den Hashtag #DownIstInNichtOut zu benutzen und eine Zusammenfassung in Leichter Sprache.
➤ Alle Informationen unter www.lebenshilfe.de oder www.kurzlink.de/gid249_i

10 Jahre UN-BRK

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat anlässlich des 10. Jahrestags des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland eine Bilanz mit Empfehlungen veröffentlicht. Der Bericht befasst sich mit neun Themenfeldern, die die Alltagsgestaltung von Menschen mit Behinderungen stark berühren (Wohnen, Mobilität, Bildung und Arbeit), ihre Persönlichkeitsrechte betreffen (gleiche Anerkennung vor dem Recht, Wahlrecht, Gleichstellungsrecht) sowie mit der Frage, inwiefern die deutsche Politik im In- und Ausland die Umsetzung der Konvention systematisch mitdenkt (Aktionspläne zur UN-BRK, Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit).
➤ Aichele, Valentin et al. (2019): Wer Inklusion will, sucht Wege. 92 Seiten, ISBN 978-3-946499-46-6. Online: www.institut-fuer-menschenrechte.de oder www.kurzlink.de/gid249_k

TAB-Bericht zu PND

Anfang April hat das Büro für Technikfolgenabschätzung einen Bericht zum aktuellen Stand und den Entwicklungen in der Pränataldiagnostik mit besonderem Schwerpunkt auf den nichtinvasiven pränatalen Test vorgelegt. Mit einem Kommentar hatten sich auch GeN-Vorständlerin Sabine Könninger und GeN-Mitarbeiterin Kirsten Achtelik daran beteiligt.
➤ Alma Kolleck, Alma; Sauter, Arnold (2019): Aktueller Stand und Entwicklungen der Pränataldiagnostik. Endbericht zum Monitoring, TAB-Arbeitsbericht Nr. 184, 156 Seiten. Online: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/090/1909059.pdf

Gene Drives

Die Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich (EKAH) hat einen Kurzbericht vorgelegt, in dem sie die Nutzung von sogenannten Gene Drives einer ethischen Betrachtung unterzieht. Die Umwelt betreffende Aspekte stehen im Fokus.
➤ EKAH (2019): Gene Drives. Ethische Überlegungen zum Einsatz von Gene Drives in der Umwelt. Kurzbericht der EKAH, 10 Seiten. Kostenfreier Download unter: www.ekah.admin.ch oder www.kurzlink.de/gid249_g

GVO und Patente

Diese wissenschaftliche Studie betrachtet, wie sich die Erfindung von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen über den Globus verbreitet hat und weiterverbreitet. Die Analyse wurde auf der Basis von Daten zu Patenten auf Pflanzen erstellt. Der Fokus liegt auf den vier wichtigsten gentechnisch veränderten Pflanzen Soja, Baumwolle, Mais und Raps.
➤ Ji, Jiaojiao et al. (2019): Global networks of genetically modified crops technology: a patent citation network analysis. Scientometrics, S.1-26. doi: 10.1007/s11192-019-03006.

Patente im globalen Süden

Ein umfangreicher Forschungsbericht von Oxfam untersucht das Ausmaß, die Regulierung und Folgen von Patenten auf Pflanzen im globalen Süden. Der Bericht soll eine Lücke schließen, weil der Fokus bei Patenten meistens auf den Ländern des globalen Nordens liegt. In dem Bericht wird deutlich, wie unterschiedlich einzelne Länder mit Patenten auf Pflanzen umgehen. So ist in 51 der 154 untersuchten Länder die Patentierung von Pflanzen verboten.
➤ Oxfam (2018): The Status of Patenting Plants in the Global South. The Hague: Oxfam Novib, 64 Seiten. Auf Englisch und weiteren Sprachen online unter: www.sdhsprogram.org oder www.kurzlink.de/gid249_e

Keine Patente auf Saatgut

Der Verein Kein Patent auf Saatgut (NPOS) hat einen Bericht zu den neuesten Patentfällen auf Saatgut aus konventioneller Züchtung herausgebracht. Des Weiteren befasst sich der Bericht mit den aktuellen Vorgängen zur Auslegung der Patentierbarkeit. Uneinigkeiten zwischen den einzelnen Organen des Europäischen Patentamtes bestimmen seit 2018 die Debatte. Wichtig für die Argumentation gegen Patente aus konventioneller Zucht ist es, nicht zu vergessen, welche Unterschiede zwischen konventioneller Züchtung und Gentechnik bestehen. Auch dieser Punkt sowie die Marktkonzentration bei Saatgut werden in dem Bericht behandelt.
➤ Then, Christoph; Tippe, Ruth; Eckhardt, Johanna (2019): Keine Patente auf Saatgut! Das Chaos am Europäischen Patentamt beenden! Herkömmliche Züchtung muss frei von Patentansprüchen bleiben. München, 13 Seiten. Online: www.no-patents-on-seeds.org oder www.kurzlink.de/gid249_c

Kontaminationsfälle in Kanada

Seit über 20 Jahren sind gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Kanada zum Anbau zugelassen. Das kanadische Biotechnologie-Aktionsnetzwerk hat in einem Bericht Kontaminationsfälle und ihre Auswirkungen in Kanada und den USA beschrieben. Der Bericht beschäftigt sich außerdem mit Fragen der Rückholbarkeit, der Kontrolle und des Monitorings von GVO. Das Netzwerk besteht aus 16 verschiedenen Gruppen wie Bäuer*innenverbänden, Umwelt- und Sozialverbänden sowie lokalen Basisgruppen.
➤ Canadian Biotechnology Action Network (2019): GM Contamination in Canada: The failure to contain living modified organisms – Incidents and impacts. 40 Seiten, auf Englisch. Online: www.cban.ca oder www.kurzlink.de/gid249_d

GID-Redaktion

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Erschienen in
GID-Ausgabe
249
vom Mai 2019
Seite 38 - 40

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